Marcus Kehr

deutscher Endurosportler
Marcus Kehr bei DM-Lauf in Venusberg 2011

Marcus Kehr (* 8. März 1983 in Karl-Marx-Stadt) ist ein deutscher Endurosportler und mehrfacher deutscher Enduro-Meister.

WerdegangBearbeiten

Marcus Kehr begann seine motorsportliche Karriere im Moto-Cross-Sport. 1997 erreichte er bei der sächsischen Moto-Cross-Meisterschaft einen fünften Platz. In den folgenden beiden Jahren gelang ihm dann der Gewinn dieser Meisterschaft. Daneben absolviert er eine Lehre zum Kraftfahrzeugschlosser.

2001 wechselte er zum Endurosport und wurde Deutscher Enduropokalsieger in der Klasse bis 125-cm³-Zweitakt auf Husqvarna. Im folgenden Jahr erhielt Marcus Kehr eine A-Lizenz und wurde in der Deutschen Enduro-Meisterschaft Fünfter. Außerdem erreichte er mit der Juniorenmannschaft im Silbervasenwettbewerb der Six Days im tschechischen Jablonec nad Nisou einen vierten Platz. 2003 gewann er in der Klasse bis 125-cm³-Zweitakt den Deutschen Meistertitel, den dritten Platz in der Europameisterschaft und erneut einen vierten Platz mit der Juniorenmannschaft bei den Six Days in Fortaleza (Brasilien). Im Lauf der Saison wechselte in das KTM-Team von Harald Sturm.

Im Jahr 2004 wechselte Marcus Kehr in die Klasse über 175 cm³ Zweitakt und wurde Sportsoldat. Er gewann die deutsche Einzel-Meisterschaft sowie die Mannschaftsmeisterschaft, bei der Europameisterschaft belegt er den vierten Platz und in der Enduro-Weltmeisterschaft in der Klasse E2 (bis 250-cm³-Zweitakt/450-cm³-Viertakt) den 18. Platz.

In der Deutschen Meisterschaft konnte er 2005 seinen Titel, nunmehr in der Klasse E3 (über 250-cm³-Zweitakt/500-cm³-Viertakt), verteidigen. Außerdem wurde er Deutscher Enduro-Championats-Sieger („Sieger aller Klassen“) und wieder Mannschaftsmeister. In der Europameisterschaft wurde er in der Seniorenklasse E3 Vizemeister. In der Weltmeisterschaft erreichte er den elften Platz.

2006 wechselte er zum KTM-Werksteam von Bert von Zitzewitz und startete fortan werksunterstützt in der Enduro-Weltmeisterschaft, wo er einen fünften Platz erreichte. In Deutschland verteidigte er alle seine Meistertitel. Mit der Juniorenmannschaft wurde er Vierter bei den Six Days in Taupo (Neuseeland).

2007 wurde er Achter in der Enduro-Weltmeisterschaft Klasse E3. In der Deutschen Meisterschaft wechselte er wieder in die Klasse E2, wo er erneut den Meistertitel errang und das Enduro-Championat verteidigte. Mit der Trophy-Mannschaft wurde Marcus Kehr bei den Six Days Siebenter und erreicht den sechsten Platz in der Einzelwertung.

2008 war Kehrs bisher erfolgreichstes Jahr. In der Weltmeisterschaft belegte er einen sechsten Platz in der Klasse E3. Bei einem Lauf fuhr er unter die ersten Drei. In der Deutschen Meisterschaft konnte er seine Titel vom Vorjahr verteidigen. Mit der deutschen Mannschaft belegte er bei den Six Days in Griechenland den achten Platz und wurde in der Einzelwertung Siebenter.

2009 wechselte Marcus Kehr in der Deutschen Meisterschaft wieder in die Klasse E3 und wurde erneut Deutscher Meister sowie Sieger des Enduro-Championats (Meister aller Klassen). In der Weltmeisterschaft wurde er Fünfter in der Klasse E3. Diese Erfolge konnte er 2010 wiederholen.

Auch in den Jahren 2011 bis 2013 gewann er das Enduro-Championat und wurde Meister in seiner Klasse. (E3: 2011 und 2013, E2: 2012). In der Weltmeisterschaft belegte er 2011 den 10., 2012 den 8. und 2013 den 9. Platz.

Im Jahr 2014 fuhr er für Sherco.

LiteraturBearbeiten

  • Steffen Ottinger: Rund um Zschopau. Die Geschichte einer Motorradgeländefahrt. Band 1. Druck- und Verlagsgesellschaft Marienberg, Marienberg 2004, ISBN 3-931770-49-4, S. 165 ff.
  • Steffen Ottinger: Rund um Zschopau. Die Geschichte einer Motorradgeländefahrt. Band 2. HB-Werbung und Verlag GmbH & Co. KG, Chemnitz 2011, ISBN 978-3-00-036705-2, S. 23 ff.
  • Steffen Ottinger: Internationale Sechstagefahrt 2012. Die Geschichte seit 1913. HB-Werbung und Verlag GmbH & Co. KG, Chemnitz 2012, ISBN 978-3-00-039566-6, S. 78 ff.

WeblinksBearbeiten

Commons: Marcus Kehr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien