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Mara Feldern-Förster

deutsche Schauspielerin und Sängerin
Wohltätigkeits-Fest-Vorstellungen.
2 Gastspiele der gefeierten Tragödin Mara Feldern-Förster am 20 und 21. April 1918

Mara Feldern-Förster (* 26. März 1866 in Lemberg als Cäcilie Kornfeld;[1]25. Januar 1951 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin und Sängerin.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Die Schülerin von Friedrich Mitterwurzer (1844–1897) erlebte ihr erfolgreiches Debüt am Stadttheater in Innsbruck. Von dort kam sie für einige Zeit in Nürnberg, später dann in Köln unter Vertrag. Anschließend nahm sie ein Engagement in London an.

Von dort holte man sie an das Deutsche Theater.[2] 1905 findet man sie in dem Nachschlagewerk Berlin und die Berliner im Kapitel Bohème mit dem Eintrag: „Arrangiert Kabaretts in Privat-Gesellschaften.“[3] Das Bühnen-Jahrbuch 1907 verzeichnet sie unter den Gastdarstellern des Hamburger Carl-Schultze-Theaters.[4] Später wechselte Feldern-Förster an die Münchner Kammerspiele. In dieser Zeit reduzierte sie ihre Auftritte und gründete eine private Schauspielschule.

Nach ihrer Personenakte bei der Polizeidirektion München („Laufzeit 1912-1936“) war Mara Feldern-Förster Jüdin und verheiratet mit Hugo Koch, geboren 8. August 1867 in Homburg.[1] Über ihn enthält das Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933–1945 Folgendes: Inhaftierung 11.-15. November 1938 im Konzentrationslager Dachau, Deportation ab München am 24. Juni 1942 in das Ghetto Theresienstadt und am 19. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka.[5]

Wie es Frau Koch gelang, der Ermordung zu entgehen, ist nicht bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird der „resoluten, damals schon emeritierten Mara Feldern-Förster“ das Verdienst zugeschrieben, es mit „ihrem jungen Freund Achim von Biel[6] auf eine heute nicht mehr verständliche Weise“ geschafft zu haben, die beiden Max-Reinhardt-Bühnen Theater und Komödie am Kurfürstendamm in Berlin „in Jahresfrist wieder bespielbar zu machen.“[7] In der Komödie inszenierte sie selbst 1946 Tschechows Der Bär und Ein Heiratsantrag.[8]

Schüler (Auswahl)Bearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Staatsarchiv München, Polizeidirektion München (Pol. Dir.) Personenakte 14605, gda.bayern.de = https://archive.is/1yL5N
  2. Nachruf in Deutsches Bühnenjahrbuch der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger 1952, S. 76 books.google
  3. S. 142 archive.org
  4. S. 435 books.google
  5. http://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html.de?
  6. *31.01.1900 Wichmannsdorf †13.11.1954 Berlin, filmportal.de
  7. Dieter Baumeister (Hrsg.): Berlin Fibel – Berichte zur Lage der Stadt. Berlin Verlag Arno Spitz 1975, S. 72 books.google
  8. 25 Jahre Theater in Berlin, 1972, S. 313 books.google
  9. Große Bayerische Biographische Enzyklopädie, herausgegeben von Hans-Michael Körner, S. 254 books.google
  10. https://www.munzinger.de/search/portrait/Liesl+Karlstadt/0/4133.html