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Mangan(II)-hydroxid ist eine anorganische chemische Verbindung des Mangans aus der Gruppe der Hydroxide.

Kristallstruktur
Kristallstruktur von Mangan(II)-hydroxid
__ Mn2+     __ OH
Allgemeines
Name Mangan(II)-hydroxid
Verhältnisformel Mn(OH)2
Kurzbeschreibung

weißer bis pinker Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 12626-88-9
  • 18933-05-6
Wikidata Q4138103
Eigenschaften
Molare Masse 88,95 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

3,258 g·cm−3[1]

Löslichkeit
  • praktisch unlöslich in Wasser (19 mg·l−1 bei 18 °C)[2]
  • löslich in konzentrierten Alkalien und Säuren[3]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [4]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Gewinnung und DarstellungBearbeiten

Mangan(II)-hydroxid fällt bei der Reaktion von Mangan(II)-salzlösungen mit Alkalilaugen unter Luftabschluss als gelblicher Niederschlag aus der Lösung aus.[5] So zum Beispiel durch Reaktion von Mangan(II)-chlorid-Tetrahydrat mit einer Kaliumhydroxid-Lösung.[2]

 

EigenschaftenBearbeiten

 
Fällung von Mangan(II)-hydroxid mit teilweiser Oxidation zu braunem Mangan(III)- bzw. Mangan(IV)-oxidhydroxid durch Luftsauerstoff

Mangan(II)-hydroxid ist ein weißer bis pinker Feststoff[1], der praktisch unlöslich in Wasser ist. Er ist stabil wenn er frei von Alkalihydroxiden und amorphen Anteilen ist. Ansonsten färbt er sich an Luft schnell braun (Bildung von Mangan(III)- und Mangan(IV)-oxidhydraten).[3] Es besitzt eine hexagonale Kristallstruktur isotyp zu der von Cadmiumhydroxid mit der Raumgruppe C3m (a = 334 pm, c = 468 pm).[2] Er kommt jedoch auch in einer orthorhombischen Modifikation mit der Raumgruppe Pbnm vor.[3]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Dale L. Perry: Handbook of Inorganic Compounds, Second Edition. Taylor & Francis US, 2011, ISBN 1-4398-1462-7, S. 264 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. a b c Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1581.
  3. a b c Roger Blachnik (Hrsg.): Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Band III: Elemente, anorganische Verbindungen und Materialien, Minerale. begründet von Jean d’Ans, Ellen Lax. 4., neubearbeitete und revidierte Auflage. Springer, Berlin 1998, ISBN 3-540-60035-3, S. 568 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  5. A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9, S. 1484.