Die Luftgewehr-Bundesliga ist die höchste deutsche Klasse der Sportschützen für das Mannschaftsschießen mit dem Luftgewehr.

Die Wettkämpfe werden in Sporthallen ausgetragen
Deutscher Meister 2017/2018: Sebastian "Hitman" Höfs, Kapitän der SB Freiheit, mit dem Meisterspiegel

Seit Herbst 1997 veranstaltet der Deutsche Schützenbund für den Wettbewerb Luftgewehr eine zweiteilige 1. Bundesliga (Nord und Süd) bestehend aus jeweils zwölf Mannschaften sowie fünf 2. Bundesligen (ehemals Regionalligen). In der 1. Bundesliga Nord und Süd wird von Oktober bis Januar an sechs Wettkampfwochenenden die Vorrunde ausgetragen. Die besten vier Teams einer Gruppe qualifizieren sich für das stets Anfang Februar stattfindende Bundesliga-Finale. Dort wird dann im K.O.-System (Viertel- und Halbfinale, Bronzematch und großes Finale) bis zur Meisterschaft gekämpft. Der Sieger des Bundesliga-Finals ist Deutscher Mannschaftsmeister Luftgewehr des Deutschen Schützenbundes e.V. und erhält für ein Jahr den begehrten Meisterspiegel.

SchießenBearbeiten

Eine Mannschaft besteht aus fünf Schützen, die anhand der Setzliste an den Positionen eins bis fünf stehen und sich im "Mann-gegen-Mann"-Modus mit dem direkten Kontrahenten der gegnerischen Mannschaft messen. Ein Wettkampf besteht aus 40 Schüssen, gewertet werden ganze Ringe, es erfolgt keine Zehntelwertung. Bei Ringgleichheit müssen die betroffenen Sportler ins Shoot-Off (Stechen). Der Stechschuss erfolgt auf Kommando, die maximale Zeit bis zur Schussabgabe sind 50 Sekunden. Der Schütze mit dem höheren Schusswert gewinnt das Duell. Bei Ringgleichheit folgen weitere Stechschüsse. Die ersten drei werden auf volle Ringe gewertet, ab dem vierten Stechschuss gilt die Zehntelwertung.

Das bedeutet, dass es in der höchsten deutschen Klasse im Luftgewehrschießen keine Unentschieden gibt, die Partien enden 5:0, 4:1, 3:2, 2:3, 1:4 oder 0:5. Die Sieger erhalten zwei Tabellenpunkte, die Verlierer gehen leer aus.

Es wird auf eine 10 Meter entfernte Schießscheibe geschossen, deren Zentrum (10) einen Durchmesser von gerade einmal 0,5 Millimeter hat. Die folgenden Ringe haben einen Abstand von jeweils 2,5 Millimeter. Ziel ist es, die Scheibe möglichst im Mittelpunkt zu treffen. Es wird stehend freihändig geschossen, wobei der Schütze völlig frei (ohne Anlehnung und künstliche Stützen) stehen muss. Es werden Druckluftgewehre Kaliber 4,5 mm mit einem Höchstgewicht von 5,5 kg und maximal 7,5 Joule Mündungsenergie verwendet (Einzelheiten werden im Artikel Luftgewehr beschrieben). Die Trefferauswertung erfolgt auf elektronischen Anlagen, wodurch deren Anzeige per Beamer und Leinwänden publikumswirksam möglich ist.

Deutsche Meister seit Beginn der 1. BundesligaBearbeiten

  • 1997/98 SV Affalterbach
  • 1998/99 SV Affalterbach
  • 1999/00 Der Bund München
  • 2000/01 Der Bund München
  • 2001/02 BSV Buer-Bülse
  • 2002/03 BSV Buer-Bülse
  • 2003/04 SV Affalterbach
  • 2004/05 BSV Buer-Bülse
  • 2005/06 SSV St. Hubertus Elsen
  • 2006/07 Post SV Plattling
  • 2007/08 SG Coburg
  • 2008/09 SG Coburg
  • 2009/10 HSG München
  • 2010/11 Der Bund München
  • 2011/12 SSV St. Hubertus Elsen
  • 2012/13 HSG München
  • 2013/14 HSG München
  • 2014/15 SG Coburg
  • 2015/16 SSV St. Hubertus Elsen
  • 2016/17 SSV St. Hubertus Elsen
  • 2017/18 SB Freiheit
  • 2018/19 SSG Kevelaer