Ludwig Helmken

deutscher Jurist, Unternehmer und Politiker (FDP), MdBB

Ludwig Helmken (* 31. Mai 1911 in Bremen; † 13. April 1996) war ein deutscher Jurist, Unternehmer und Politiker (FDP) sowie Bremer Senator.

BiografieBearbeiten

Familie, Ausbildung und BerufBearbeiten

Helmken war der Sohn eines Rechtsanwalts in Bremen. Nach dem Abitur absolvierte er ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften sowie der Geschichte und der Philosophie. Er war danach als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Kiel tätig und wurde 1933 von den Nazis entlassen. 1934 war er juristischer Referendar und um 1937 absolvierte er seine zweite Staatsprüfung. 1938/38 arbeitete er als Abteilungsleiter bei der Handelskammer Bremen. Im Zweiten Weltkrieg diente er von 1939 bis 1945 als Soldat, zuletzt als Oberleutnant.

Von 1946 bis 1952 war er Syndikus der Handelskammer Bremen. Anfang 1953 wurde er Mitglied der Geschäftsleitung einer Tabakfirma und war ab März 1953 Senator. Im Anschluss an seine politische Tätigkeit als Senator wirkte er als Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der Brinkmann GmbH (Cigaretten- und Rauchtabakfabriken), seit 1963 der Martin Brinkmann AG in Bremen.

Er war seit 1941 mit Meta Weiß verheiratet.

Politik, MitgliedschaftenBearbeiten

1937 trat Helmken in die NSDAP ein. Er war seit 1934 Mitglied der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) und im NS-Rechtswahrerbund. 1948 wurde er als entlastet entnazifiziert.

Nach dem Krieg war er Mitglied in der BDV/FDP. Von 1951 bis 1953 war er Mitglied der Bremischen Bürgerschaft. Vom 25. März 1953 bis zum 21. Dezember 1959 amtierte er als Senator für Außenhandel der Freien Hansestadt Bremen in den Senaten von Wilhelm Kaisen (SPD) als Nachfolger von Senator Gustav Wilhelm Harmssen (BDV/FDP).

Er war seit 1958 Kaufmännisches Mitglied der Stiftung Haus Seefahrt.[1]

Ehrungen

  • Die Senator-Helmken-Straße in Bremen-Woltmershausen wurde nach ihm benannt.

Siehe auchBearbeiten

QuellenBearbeiten

  • Norbert Korfmacher: Mitgliederverzeichnis der Bremischen Bürgerschaft 1946 bis 1996 (= Kommunalpolitik. Band 1). LIT, Münster 1997, ISBN 3-8258-3212-0.
  • Bremische Bürgerschaft (Hrsg.), Karl-Ludwig Sommer: Die NS-Vergangenheit früherer Mitglieder der Bremischen Bürgerschaft. Projektstudie und wissenschaftliches Colloquium (= Kleine Schriften des Staatsarchivs Bremen. Heft 50). Staatsarchiv Bremen, Bremen 2014, ISBN 978-3-925729-72-0.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Schaffermahlzeit > Schaffer der Kaufmannschaft > 1952 - 1966 (Memento vom 5. Dezember 2013 im Internet Archive)

WeblinksBearbeiten