Lotus Evija

elektrisch angetriebener britischer Sportwagen

Der Lotus Evija ist ein batterieelektrisch angetriebener Sportwagen in limitierter Produktion, der vom britischen Automobilhersteller Lotus Cars hergestellt wird.

Lotus
2020 Lotus Evija Front.jpg
Evija
Produktionszeitraum: seit 2021
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé
Motoren: Elektromotoren:
1471 kW
Länge: 4459 mm
Breite: 2000 mm
Höhe: 1122 mm
Radstand:
Leergewicht: 1680 kg
Heckansicht
Innenansicht

GeschichteBearbeiten

Das Fahrzeug wurde im Juli 2019 vorgestellt und ist das erste Elektroauto, das Lotus Cars herstellt. Die Produktion des Evija ist auf 130 Stück begrenzt.[1]

Ein Prototyp wurde im November 2019 einem Hochgeschwindigkeitstest unterzogen. Ein Video wurde am 21. November 2019 vor seinem Debüt später an diesem Tag auf der Guangzhou Auto Show veröffentlicht.[2] Ursprünglich sollte 2020 die Produktion des Serienfahrzeugs starten.[3] Wegen der COVID-19-Pandemie verzögert sich der Produktionsstart bis voraussichtlich 2021.[4]

NameBearbeiten

Der Name „Evija“ leitet sich von Eva der abrahamitischen Religionen ab. Aus dem hebräischen übersetzt bedeutet der Name „lebendig“. Phil Popham, CEO von Lotus Cars, sagte: „Evija ist der perfekte Name für unser neues Auto, da es das erste brandneue Auto ist, das von Lotus als Teil der größeren Geely-Familie stammt. Mit Geelys Unterstützung werden wir ein neues Auto entwickeln.“

SpezifikationenBearbeiten

Der Evija wird von einem 70-kWh-Akkupaket angetrieben, das in Zusammenarbeit mit Williams F1 entwickelt wurde und dessen Elektromotoren von Integral Powertrain geliefert werden. Jeder der vier Einzelmotoren befindet sich an einem Rad und leistet 368 kW (500 PS) bei einer Gesamtleistung von 1471 kW (2000 PS) und 1700 Nm Drehmoment. Der Lotus Evija ist das erste Lotus-Straßenauto mit einem Vollcarbon-Chassis. Der Evija hat Magnesiumräder mit Durchmessern von 20 Zoll vorne und 21 Zoll hinten, Auto Pirelli-Trofeo-R-Reifen und AP-Racing-Carbon-Keramik-Scheibenbremsen.[1][5]

TechnologieBearbeiten

Vier kompakte Elektromotoren übertragen die Leistung auf jede Antriebswelle mit einer Zielleistung von 500 PS pro Elektromotor. Das automatische Torque-Vectoring, das durch die vier Elektromotoren ermöglicht wird, kann die Leistung innerhalb von Sekundenbruchteilen sofort auf jede Kombination von zwei, drei oder vier Rädern verteilen. Im Track-Modus kann der Radius der Kurven durch die Möglichkeit, einzelnen Rädern mehr Leistung zu verleihen, verringert werden. Es gibt fünf Fahrmodi – Reichweite, Stadt, Tour, Sport und Strecke – mit verschiedenen Leistungsmerkmalen des Fahrzeugs, die je nach Auswahl aktiviert oder deaktiviert werden können. Der Evija ist mit einer ESP-Stabilitätskontrolle ausgestattet, um die Sicherheit unter allen Straßenbedingungen zu gewährleisten. Der Allradantrieb sorgt für zusätzlichen Grip. Die Lenkung erfolgt über ein elektrohydraulisches System.

PerformanceBearbeiten

Mit einer Zielleistung von 2000 PS Leistung und 1700 Nm Drehmoment soll der Lotus Evija das leistungsstärkste Serienauto der Welt werden. Lotus behauptet, dass der Evija in weniger als drei Sekunden von 0 auf 100 km/h und in weniger als neun Sekunden von 0 auf 300 km/h beschleunigen soll. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 320 km/h liegen.[1]

WeblinksBearbeiten

Commons: Lotus Evija – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Stefan Leichsenring: Lotus Evija (2019): Der erste Lotus mit Elektroantrieb hat 2.000 PS. In: de.motor1.com. 17. Juli 2019, abgerufen am 9. Juli 2020.
  2. Stefan Wagner: Lotus Evija Elektro-Hypercar erstmals in Bewegung. In: de.motor1.com. 22. November 2019, abgerufen am 9. Juli 2020.
  3. Andreas Wilkens: Elektroautos: Lotus Evija mit 2000 PS. In: heise.de. 16. April 2020, abgerufen am 9. Juli 2020.
  4. Chris Bruce: Shocking: Lotus Evija Electric Hypercar Delayed By COVID-19. In: motor1.com. 21. August 2020, abgerufen am 2. Januar 2021 (englisch).
  5. Andreas Haupt: Lotus Evija mit 2.000 PS auf Testfahrt: Ein Elektro-Hypercar der Superlative. In: auto-motor-und-sport.de. 22. November 2019, abgerufen am 9. Juli 2020.