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Die Lofoten ist ein Post- und Passagierschiff der norwegischen Reederei Hurtigruten AS und verkehrt auf der Hurtigruten an der Küste Norwegens im Linienverkehr. Sie ist seit der Außerdienststellung der Nordstjernen im März 2012 das älteste Schiff der Linie. Die Lofoten hat eine Länge von 87,4 m, eine Breite von 13,2 m und wurde mit 2.621 BRZ vermessen.

Lofoten
Die Lofoten vor Florø
Die Lofoten vor Florø
Schiffsdaten
Flagge NorwegenNorwegen (Postflagge) Norwegen
Schiffstyp Post- und Passagierschiff
Klasse Etterkrigsflåten
Rufzeichen LIXN[1]
Heimathafen Tromsø[1]
Eigner Hurtigruten AS[1]
Reederei Hurtigruten AS
Bauwerft A/S Akers mekaniske verksted (Oslo, Norwegen)[2]
Baunummer 547[1]
Stapellauf 7. September 1963[2]
Übernahme 27. Februar 1964[2]
Verbleib in Dienst
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
87,41[1] m (Lüa)
Breite 13,28 m
Tiefgang max. 4,60 m
Vermessung 2.621 BRZ[1]
Maschinenanlage
Maschine dieselmechanisch
1 × Siebenzylinder-Dieselmotor (Burmeister & Wain DM 742 VT2BF.90)
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
2.480 kW (3.372 PS)
Höchst-
geschwindigkeit
16 kn (30 km/h)
Propeller 1 × Verstellpropeller
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 400[3]
PaxKabinen 63
Sonstiges
Klassifizierungen DNV GL
Registrier-
nummern
IMO-Nr. 5424562[1]

GeschichteBearbeiten

Bau, Indienststellung und ErhaltungBearbeiten

Die Lofoten wurde mit der Baunummer 547 auf der Werft A/S Akers mekaniske verksted in Oslo erbaut und lief am 7. September 1963 vom Stapel. Am 27. Februar 1964 erfolgte die Indienststellung für die Gesellschaft Vesteraalens Dampskibsselskap A/S (VDS) in Stokmarknes. Während der Einsatzzeit änderten sich die Besitzverhältnisse mehrfach.

Neben den regelmäßigen Werftaufenthalten wurde die Lofoten in den Jahren 1980 und 1985 auf der Aalborg Werft in Dänemark modernisiert. Weitere Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen folgen 1995 und 2003, wobei der traditionelle Stil dabei jedoch erhalten blieb. Sie wurde aufgrund ihrer weitgehend originalen, von viel Holz dominierten Ausstattung in Norwegen unter Denkmalschutz gestellt.

Im Rahmen eines neuen Konzeptes der Hurtigruten-Reederei, das den nostalgischen Charakter der Lofoten betonen soll, erhielt sie 2015 wieder die Schornsteinmarke ihrer ursprünglichen, in der Hurtigruten AS aufgegangenen Reederei VDS. Auch ihre Innenausstattung soll noch stärker dem ursprünglichen Zustand von 1964 angeglichen werden.[4]

EinsatzBearbeiten

Seit ihrer Indienststellung ist die Lofoten auf der Hurtigruten im Einsatz. Seit der Saison 2010/2011 ist das Schiff auch wieder ganzjährig im Liniendienst. Zuvor ersetzte sie knapp zehn Jahre im Winterhalbjahr die Nordnorge, die während dieser Zeit als Expeditionsschiff in den Gewässern der Antarktis und vor Chile fuhr. Im Sommer wurde die Lofoten für Kreuzfahrten, unter anderem im Gebiet der namensgebenden Inselgruppe der Lofoten, sowie nach Svalbard eingesetzt. Während ihrer Einsatzzeit wurde die Lofoten mehrfach durch Kollisionen und Grundberührungen beschädigt.[5]

ReedereienBearbeiten

  • Seit der Indienststellung 1964: VDS
  • Seit Januar 1988: OVDS
  • Seit September 1988 FFR
  • Seit April 1996: wieder OVDS
  • seit März 2006: Hurtigruten AS

Maschinenanlage und AntriebBearbeiten

Die Lofoten wird von einem 7-Zylinder-Dieselmotor des Typs Burmeister & Wain DM 742 VT2BF.90 angetrieben, der bei einer Drehzahl von 200/min eine Leistung von 2.480 kW (ca. 3.370 PS) entwickelt und auf einen Verstellpropeller wirkt. Darüber hinaus verfügt das Schiff über drei Hauptgeneratoren und ein Notstromaggregat.[1] Im Gegensatz zur Nordstjernen verfügt die Lofoten noch über ihren ursprünglichen Motor, lediglich 1996 erhielt sie einen neuen Motorblock.

AusstattungBearbeiten

Die Lofoten verfügt über fünf Decks und ist mit 155 Betten in 63 Kabinen ausgestattet. Das Schiff ist für maximal 410 Passagiere zugelassen. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 16 Knoten. Die Lofoten ist das einzige verbliebene Schiff der „traditionellen Generation“ das momentan auf der Hurtigrute verkehrt. Ihre Komfortmerkmale sind mit den jüngeren Postschiffen der Linie nicht zu vergleichen (Maschinenlärm, engere und einfachere Kabinen), jedoch wird das Gefühl, auf einem „echten“ Postschiff zu reisen, von vielen Passagieren auch geschätzt.

GalerieBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f g h Schiffsdaten, DNV GL, aufgerufen am 19. November 2016.
  2. a b c M/S LOFOTEN, Fakta om Fartyg, aufgerufen am 5. Dezember 2010.
  3. Schiffsinformationen der Reederei (Memento vom 15. Februar 2011 im Internet Archive), aufgerufen am 12. Dezember 2010.
  4. Lars-Petter Kalkenberg, Sigurd Steinum: MS «Lofoten» tilbake i gammel drakt (Norwegisch) 24. Februar 2015.
  5. M/S Lofoten (Memento vom 1. März 2016 im Internet Archive)