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Leonid Wiktorowitsch Sluzki

russischer Fußballspieler und heutiger -trainer
Leonid Sluzki im Oktober 2014

Leonid Wiktorowitsch Sluzki (russisch Леонид Викторович Слуцкий; * 4. Mai 1971 in Wolgograd, RSFSR, Sowjetunion) ist ein ehemaliger russischer Fußballtorwart und heutiger -trainer. Am 7. August 2015 wurde Sluzki zum Trainer der Russischen Fußballnationalmannschaft ernannt. Nach dem Aus bei der EM in Frankreich kündigte er seinen Abschied an.[1]

KarriereBearbeiten

Karriere als SpielerBearbeiten

Leonid Sluzkis aktive Laufbahn endete mit knapp 19 Jahren durch eine Knieverletzung. Die Verletzung zog er sich zu, als er die Katze des Nachbarn vor einem Sturz von einem Baum rettete.

TrainerkarriereBearbeiten

 
Leonid Sluzki als Trainer von Krylja Sowetow Samara (August 2009)

Seine Trainerkarriere begann 2000 beim Jugendteam von Olimpia Wolgograd. Nach zwei Jahren Pause übernahm er die Reservemannschaft von Uralan Elista. 2003 übernahm er dort die Profimannschaft. Nach der Strafversetzung von Uralan Elista in die 2. Division übernahm er wieder eine Reservemannschaft, diesmal die vom FK Moskau. 2005 übernahm er auch hier die Profimannschaft. Nach zwei Jahren Tätigkeit beim FK Moskau wurde Sluzki entlassen. 2008 heuerte er bei Krylja Sowetow Samara an. Im Oktober 2009 wechselte er zu ZSKA Moskau, mit denen er das erste Mal in der Geschichte des Vereins das Viertelfinale der Champions League erreichte.

Seit Mitte 2015 – nach der Entlassung von Fabio Capello – trainierte er die Russische Fußballnationalelf. Unter seiner Führung gewann die Mannschaft alle vier noch verbliebenen Spiele der EM-2016-Qualifikation und qualifizierte sich als Gruppenzweiter direkt für die Endrunde. Bei der Endrunde schieden die Russen als Gruppenletzte aus und Sluzki trat von seinem Amt zurück.[2]

Im Juni 2017 wurde Sluzki vom englischen Zweitligisten Hull City verpflichtet. Bereits Anfang Dezember 2017 verließ er den Klub in „gegenseitigem Einvernehmen“ wieder, nachdem keine der vorangegangenen sieben Partien gewonnen wurde.[3]

PrivatlebenBearbeiten

Sluzkis Vater, Sportmeister im Amateurboxen, starb, als Leonid sechs Jahre alt war. Seine Mutter war eine Erzieherin.

Seine Eltern wählten den Vornamen Leonid zu Ehren des damaligen sowjetischen Staatsführers Leonid Breschnew.

Heute ist Sluzki verheiratet und erzieht einen Sohn namens Dmitri.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Leonid Wiktorowitsch Sluzki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nach EM-Aus: Russland-Trainer will hinwerfen, TAZ, 20. Juni 2016
  2. fifa.com: „Slutsky als Trainer Russlands zurückgetreten“
  3. bbc.com: Leonid Slutsky: Hull City's Russian manager leaves after six months in charge (3. Dez. 2017), abgerufen am 15. Dezember 2017