Landessportverband für das Saarland

Verwaltung und Sporthalle

Der Landessportverband für das Saarland (LSVS) mit Sitz an der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken ist der Dachverband der saarländischen Sportverbände und -vereine. Er ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Seine Aufgabe besteht in der finanziellen, ideellen und administrativen Förderung und Unterstützung des Breiten- und Leistungssports. Dazu gehört die Verteilung der ihm per Gesetz (sog. Sportachtel) zugewiesenen Mittel aus den Einnahmen der Saarland-Sporttoto GmbH. Er fördert auch die Durchführung großer Sportveranstaltungen und den Bau von Sportanlagen. So wurde zum Beispiel in den letzten Jahren mit großem Aufwand die Hermann-Neuberger-Sportschule ausgebaut.

Der LSVS beteiligt sich auch an der Finanzierung des Olympiastützpunktes Rheinland-Pfalz/Saarland und ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Mit rund 440.000 Mitgliedern ist er die größte Personenvereinigung des Saarlandes.

Anfang 2018 wurde ein Finanzskandal beim LSVS bekannt. Im Zuge dessen geriet Präsident Klaus Meiser in die Kritik. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken leitete ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue und der Vorteilsgewährung gegen ihn ein. Seine Immunität als Abgeordneter wurde aufgehoben, zudem wurden aus der Landespolitik Forderungen nach seinem Rücktritt sowohl als Landtagspräsident als auch als Präsident des Landessportverbands laut.[1] Im Februar legte er zunächst sein Amt als Landtagspräsident nieder, Ende April auch das des LSVS-Präsidenten.[2]

WeblinkBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Staatsanwalt geht gegen Meiser und Roth vor, saarbruecker-zeitung.de
  2. Meiser tritt auch als Präsident des LSVS zurück, saarbruecker-zeitung.de