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Das Lager Lindele war während des Zweiten Weltkriegs ein Kriegsgefangenen- und Internierungslager in Biberach an der Riß (Süd-Württemberg). In ihm waren überwiegend Deportierte aus Guernsey, einer der Kanalinseln, interniert. Im November 1944 waren dort auch 149 sogenannte Austauschjuden versammelt, die über die Schweiz ausreisen sollten.[1] Im Januar 1945 folgten 133 deutsch-österreichische Juden aus Holland, die aus Bergen-Belsen kamen und für einen deutsch-amerikanischen Interniertenaustausch vorgesehen waren. Das Lager wurde am 23. April 1945 von der französischen Armee befreit.[2]

Das Lager wurde nach einem der Hügel benannt, die Biberach umgeben, dem Lindele. Auf dem ehemaligen Lagergelände befinden sich heute Ausbildungsgebäude der Bereitschaftspolizei Biberach.

Seit 1997 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen Biberach und Guernsey.

LiteraturBearbeiten

  • Reinhold Adler: Das war nicht nur „Karneval im August“. Das Internierungslager Biberach an der Riß 1942-1945. Geschichte - Hintergründe. Städtische Archive Biberach; Gesellschaft für Heimatpflege, Biberach an der Riß 2002, ISBN 3-9806818-2-3
  • Reinhold Adler, Joachim Guderlei: Das „Lager Lindele“ im Zweiten Weltkrieg, in: Heimatkundliche Blätter für den Kreis Biberach 7, H. 2, 1984, S. 26–32.
  • Marietta Moskin: Um ein Haar - Überleben im Dritten Reich. Verlagsgruppe RANDOM HOUSE, C. Bertelsmann - als Taschenbuch, 2005, ISBN 3-570-30212-1 - als E-Book, ISBN 3-89480-857-8

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lager Lindele (Zugriff 4. Oktober 2018)
  2. Kriegsgefangenen- und Internierungslager Lindele (Abruf am 4. Oktober 2018)

Koordinaten: 48° 6′ 29″ N, 9° 46′ 37″ O