Lady Musketier – Alle für Eine

Fernsehfilm von Steve Boyum (2004)

Lady Musketier – Alle für Eine (La Femme Musketeer) ist ein US-amerikanisch-deutsch-kroatischer Abenteuerfilm aus dem Jahr 2004. Regie führte Steve Boyum, das Drehbuch schrieb Sandra Weintraub.

Film
Deutscher TitelLady Musketier – Alle für Eine
OriginaltitelLa Femme Musketeer
Produktionsland USA, Deutschland,
Kroatien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2004
Länge 165 Minuten
Stab
Regie Steve Boyum
Drehbuch Sandra Weintraub
Produktion Boris Gregoric,
Tom Kuhn,
Juan A. Mas,
Fred Weintraub
Musik Mader
Kamera David Connell
Schnitt Craig Bassett
Besetzung

HandlungBearbeiten

Die fiktive Handlung spielt in Frankreich im Jahr 1660. Das Land befindet sich im Krieg gegen Spanien. Valentine D'Artagnan will genauso wie ihr im Ruhestand befindlicher Vater königlicher Musketier werden. Ihre Bewerbung wird abgelehnt. Am französischen Hof tragen der Kardinal Mazarin und Ludwig XIV. einen Machtkampf aus, in dessen Verlauf Mazarins Nichte und Mätresse des Königs Marie Mancini einen konspirativen Brief findet und den Musketieren überbringen will, aber von Lady Bolton, begleitet von Mazarins Leibgarde, hinterrücks erdolcht wird.

Der König will eine spanische Prinzessin heiraten, was einige Höflinge zu verhindern versuchen, indem sie die Prinzessin entführen. Valentine, die im Trainingslager der königlichen Musketiere Zeuge von Maries Tötung wurde, wird in die Intrige hineingezogen, indem sie von Mazarins Leibgarde verfolgt wird und mit dem Brief entkommt. Ihre Flucht führt in das Verlies, in dem auch die Prinzessin gefangen gehalten wird. Derweil sind die Söhne der Musketiere in Verfolgung der entführten Prinzessin mit ihren Vätern in die Burg gelangt, kämpfen Mazarins Leibgarde nieder und befreien die Prinzessin und Valentine, so dass der König die spanische Prinzessin ehelichen kann und mit Spanien Frieden schließt.

Einige historische FaktenBearbeiten

Mehrere Punkte diese Handlung haben mit realen historischen Gegebenheiten nichts zutun, sondern sind rein fiktiv. Das gilt besonders für den Tod der Marie Mancini, die in Wirklichkeit von Mazarin nach Rom zurückgeschickt wurde, um dort einen Fürsten Colonna zu heiraten. Sie lebte noch viele Jahre als eine der führenden Damen der römischen Gesellschaft. Natürlich ist auch die Geschichte einer Entführung der spanischen Infantin Maria Teresa frei erfunden.

KritikenBearbeiten

Das Lexikon des internationalen Films schrieb, der Film sei ein „aufwändig inszenierter Mantel-und-Degen-Film“. Er sei „etwas tempoarm“, jedoch „gut gespielt und mit Sinn für Humor“.[1]

Kritiker Bryan Lowry (Variety) bezeichnete den Film als „eine große, ausgelassene Unterhaltung, die sich großzügig an ihre Vorfahren anlehnt. Er macht eine Menge Spaß - ist manchmal ziemlich gut und gelegentlich so schlecht, dass er immer noch irgendwie gut ist“. „A big, rollicking entertainment that draws liberally from its forebears, “La Femme Musketeer” is a whole lot of fun — at times quite good, and occasionally bad enough that it’s still kinda good.“[2]

HintergründeBearbeiten

Der Film wurde in Kroatien gedreht.[3] Er wurde in einigen Ländern wie in den USA auf Video veröffentlicht.[4] 2012 ist in Deutschland eine DVD unter dem Titel "Musketiere für den König" (mit englischem und deutschen Ton) erschienen.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lady Musketier – Alle für Eine. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 20. November 2007. 
  2. Bryan Lowry: La Femme Musketeer. In: Variety. 13. Juni 2004, abgerufen am 10. Mai 2021.
  3. Lady Musketier – Alle für eine (2004) – Filming & Production Internet Movie Database, abgerufen am 10. Mai 2021
  4. Lady Musketier – Alle für eine (2004) – Release Info Internet Movie Database, abgerufen am 10. Mai 2021