Hauptmenü öffnen
LZ 16 in Lunéville
LZ 16 in Lunéville

Der Zeppelin LZ 16 war das sechzehnte Luftschiff des Grafen Zeppelin und das sechste Luftschiff des deutschen Heeres.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

LZ 16 machte seine erste Fahrt am 14. März 1913. Am 3. April 1913 startete LZ 16, dem die Heereskennung Z IV gegeben wurde, mit einer militärischen Abnahmekommission an Bord zur Überführung von Friedrichshafen nach Baden-Oos. Bald geriet der Zeppelin in dichten Nebel und durch starken Ostwind wurde das Luftschiff weit nach Westen geschoben. Schließlich befand sich LZ 16 über Frankreich und landete auf dem Exerzierplatz von Lunéville. Dort wurde das militärische Luftschiff unter Vorwänden einen Tag festgehalten, bevor es am 4. April mittags Starterlaubnis bekam und schließlich um 16 Uhr 30 in Baden-Oos landete.

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges im August 1914 war Z IV in Königsberg stationiert und führte im August und September Aufklärungsfahrten an der Ostfront gegen die russischen Streitkräfte durch. Z IV wurde mit Maschinengewehren zur Abwehr feindlicher Flugzeuge bewaffnet und führte kleine Bomben mit, die von Hand abgeworfen wurden. In der Nacht vom 24. auf den 25. September 1914 fuhr das Luftschiff einen Bombenangriff auf Warschau, wobei Z IV durch feindliches Abwehrfeuer am Heck schwer getroffen wurde, aber durch Aufsteigen auf 2800 Meter Höhe dem Feindbeschuss entkam. Bei einem zweiten Bombenangriff, der auf die deutsche, aber russisch besetzte Stadt Lyck gefahren wurde, gelang es, trotz 300 Treffern im Schiff, Z IV wieder zur eigenen Basis Allenstein zurückzufahren.

Im Laufe der Zeit zeigten sich Gerippebrüche im Zeppelin, sodass man Z IV aus dem Frontdienst zurückzog und seit dem 24. Februar 1915 nur noch als Schulschiff verwendete.

Ende von LZ 16/Z IVBearbeiten

Das abgefahrene und veraltete Luftschiff wurde im Herbst 1916 in Jüterbog abgewrackt.

Technische DatenBearbeiten

  • Traggasvolumen: 22.500 m³ Wasserstoff
  • Länge: 158,0 m
  • Durchmesser: 14,90 m
  • Nutzlast: 9,5 t
  • Antrieb: drei Maybach-Motoren von je 165 PS (121 kW)
  • Geschwindigkeit: 21,2 m/s (76,3 km/h)

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Peter Meyer: Luftschiffe – Die Geschichte der deutschen Zeppeline, Wehr & Wissen, Koblenz/Bonn 1980.