Kukesiw

Ort im Rajon Kamjanka-Buska, Ukraine
Kukesiw
Кукезів
Wappen von Kukesiw
Kukesiw (Ukraine)
Kukesiw
Basisdaten
Oblast: Oblast Lwiw
Rajon: Rajon Kamjanka-Buska
Höhe: 239 m
Fläche: 0,62 km²
Einwohner: 386 (2001)
Bevölkerungsdichte: 623 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 80465
Vorwahl: +380 3254
Geographische Lage: 49° 56′ N, 24° 16′ OKoordinaten: 49° 56′ 28″ N, 24° 16′ 18″ O
KOATUU: 4622186202
Verwaltungsgliederung: 1 Dorf
Adresse: 80463 с. Старий Яричів
Statistische Informationen
Kukesiw (Oblast Lwiw)
Kukesiw
i1

Kukesiw (ukrainisch Кукезів; russisch Кукезов/Kukesow, polnisch Kukizów) ist ein Dorf in der ukrainischen Oblast Lwiw in der Westukraine mit etwa 380 Einwohnern.

Kirche im Ort

Die Ortschaft liegt im Westen der historischen Landschaft Galizien im Rajon Kamjanka-Buska am Fluss Dumna (Думна), etwa 19 Kilometer südlich vom Rajonzentrum Kamjanka-Buska und 21 Kilometer nordöstlich vom Oblastzentrum Lwiw entfernt.

Zusammen mit 3 weiteren Dörfern gehört sie zur Landratsgemeinde Staryj Jarytschiw.

Der Ort wurde 1438 zum ersten Mal schriftlich als Kukesowa erwähnt und erhielt 1502 das Magdeburger Stadtrecht, lag zunächst in der Adelsrepublik Polen-Litauen, Woiwodschaft Ruthenien,[1] und kam 1772 als Kukiesow zum damaligen österreichischen Kronland Galizien (bis 1918 dann im Bezirk Lemberg). Bis zum Ende des Habsburgerreiches verlor der Ort stark an Bedeutung, büßte seinen Stadtstatus und wurde dann als Markt geführt.

Karte des Ortes aus dem 18. Jahrhundert

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam der Ort zur Polen, war hier ab 1921 als Kukizów in die Woiwodschaft Lwów, Powiat Lwów, Gmina Jaryczów Stary eingegliedert und wurde im Zweiten Weltkrieg erst von der Sowjetunion und ab 1941 bis 1944 von Deutschland besetzt und dem Distrikt Galizien angeschlossen. Nach der Rückeroberung durch sowjetische Truppen 1944 kam er 1945 wiederum zur Sowjetunion und wurde in die Ukrainische SSR eingegliedert, seit 1991 ist der Ort Teil der heutigen Ukraine.

WeblinksBearbeiten

Commons: Kukesiw – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Rizzi Zannoni, Woiewodztwo Ruskie, Część Krakowskiego, Sędomirskiego y Bełzkiego z granicami Węgier, y Polski, ktore gory Karpackie nakształt łańcucha wyciągnione, od góry Wolska aż do Talabry, wyznaczaią.; 1772