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Kraftwerk Offleben

Kohlekraftwerk in Niedersachsen

Das Kraftwerk Offleben war ein Braunkohlekraftwerk bei Offleben im Helmstedter Braunkohlerevier. Das 1954 in Betrieb genommene Kraftwerk hatte anfangs eine Leistung von 100 Megawatt – bis 1973 wurde diese auf 770 Megawatt gesteigert. 1990 wurde die Anlage teilweise und 2002 endgültig stillgelegt.

Kraftwerk Offleben
Reste des abgerissenen Kraftwerks Offleben (2012)
Reste des abgerissenen Kraftwerks Offleben (2012)
Lage
Kraftwerk Offleben (Niedersachsen)
Kraftwerk Offleben
Koordinaten 52° 8′ 48″ N, 11° 1′ 45″ OKoordinaten: 52° 8′ 48″ N, 11° 1′ 45″ O
Land Deutschland
Daten
Typ Dampfkraftwerk
Primärenergie Fossile Energie
Brennstoff Braunkohle
Eigentümer Braunschweigische Kohlen-Bergwerke (BKB)
Projektbeginn 1952
Betriebsaufnahme 1954
Stilllegung 2002
Schornsteinhöhe 207 m
Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme ca. 126.000 GWh

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Das Kraftwerk Offleben gehörte zum Betrieb der Braunschweigischen Kohlen-Bergwerke (BKB). Bedingt durch die Grenzschließung am 26. Mai 1952 zwischen der DDR und der BRD verlor das Unternehmen sowohl Abraumflächen als auch das Kraftwerk Harbke, da diese nun auf dem Gebiet der DDR lagen. Diese Defizite sollten durch eigene Kraftwerksbauten auf westdeutscher Seite ersetzt werden. Planung und Bauzeit betrugen nur zwei Jahre.[1] 1954 konnte der erste Block des Kraftwerkes Offleben in Betrieb genommen werden. Als der Tagebau bei Helmstedt 2002 ausgekohlt war und damit dem Kraftwerk die Betriebsgrundlage entzogen war, wurde es am 9. August 2002 stillgelegt. Dies war mit dem Verlust zahlreicher Arbeitsplätze und schwindenden Steuereinnahmen für die Gemeinde Büddenstedt verbunden.

Der 207 Meter hohe Schornstein des Kraftwerks wurde am 29. September 2006 gesprengt.

AusstattungBearbeiten

Kraftwerk Offleben wurde unterteilt in

  • Offleben 1, ein Sammelschienenkraftwerk mit sieben Kesseln und fünf Turbinensätzen und
  • Offleben 2, das in drei Kraftwerksblöcken (A, B und C) errichtet wurde. Block A und Block B besaßen jeweils 125 Megawatt (MW), der erst 1972 entstandene Block C hatte eine Leistung von 325 MW. Insgesamt produzierte die gesamte Anlage im Verlaufe ihres Bestehens etwa 126 Millionen Megawattstunden elektrischer Energie.[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten