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Kollektivsingular bezeichnet einen Sammelbegriff, der in der grammatischen Einzahl (Singular) steht, obwohl es dafür auch eine Mehrzahl (Plural) gibt.[1]

Der Kollektivsingular ist die grammatische Lieblingsfigur des Vorurteils.[2] Er wird oft verwendet, um den eigenen Aussagen mehr Gewicht zu verleihen und sich eine ordentliche Beweisführung zu ersparen.[3]

Inhaltsverzeichnis

BeispieleBearbeiten

  • Der Mensch lebt nicht von Brot allein.
  • Er hat schönes Haar.
  • Ewig lockt das Weib.
  • Die Geschichte aller Geschichten.

Beispiele für Kollektiva ohne KollektivsingularBearbeiten

Wenn es für einen Sammelbegriff keine Mehrzahl für den Ausgangsbegriff gibt, dann ist auch kein Kollektivsingular möglich.

  • Vernunft
  • Obst
  • Laub

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Metaphysik und Kritik. Festschrift für Baum, Manfred zum 65. Geburtstag: Festschrift Fuer Manfred Baum Zum 65 Geburtstag, herausgegeben von Sabine Doyé, Marion Heinz, Udo Rameil; Verlag: Gruyter, 2004. ISBN 978-3110174458. S. 187
  2. Wolfgang Hadamitzky: Begriffe, Theorien, Ideologien, De Gruyter, 2010. S. 196
  3. Ulrike Spree: Das Streben nach Wissen Eine vergleichende Gattungsgeschichte der populären Enzyklopädie in Deutschland und Großbritannien im 19. Jahrhundert, Verlag Walter de Gruyter, 2000. S. 239