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Klaus Gaber (* 19. Juni 1943 in Bad Wilsnack) ist ein deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen) und ehemaliges Mitglied des sächsischen Landtages.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

 
Forschungsinstitut Manfred von Ardenne (Zeppelinstraße 7 in Oberloschwitz)

Klaus Gaber besuchte die Polytechnische Oberschule in seinem Geburtsort Bad Wilsnack und machte dort auch sein Abitur. Er absolvierte danach ein praktisches Jahr im Zellstoff- und Zellwollewerk in Wittenberge. Es folgte ein Studium der Elektrotechnik mit der Spezialisierung auf Hochfrequenz- und Halbleitertechnik an der Technischen Universität Dresden. Dieses Studium beendete er 1968 mit dem Diplom.

Er wurde 1968 Wissenschaftlicher Gruppenleiter im Forschungsinstitut Manfred von Ardenne. Dort war er bis zur Deutschen Einheit beschäftigt und war danach ab 1991 Mitarbeiter in einem Forschungsinstitut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnologie.

PolitikBearbeiten

Klaus Gaber hatte vor dem Herbst 1989 neben kirchlicher Arbeit keine politischen Funktionen inne. Er war seit 1977 als Mitglied in kirchlichen Basisgruppen, im Kirchlichen Forschungsheim in Wittenberg, im ökologischen Arbeitskreis der Dresdner Kirchenbezirke und in anderen Gruppen aktiv. Von Oktober 1989 bis Mai 1990 engagierte er sich in der Gruppe der 20 und war Mitglied der Basisdemokratischen Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Dresden von Februar bis Mai 1990.

Im Oktober 1990 wurde er für die Grüne Partei in den sächsischen Landtag gewählt und war Abgeordneter in der Fraktion Bündnis 90/Grüne. 1991 wurde er Gründungsmitglied von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen. Über den Zusammenschluss sagte er rückblickend bei einer Festrede zum 15-jährigen Bestehen des Landesverbands am 25. November 2006:

„Wir waren verschieden, von unserer Herkunft und Organisation und die Gruppierungen hinter uns waren es auch. Um so größer ist die Leistung zu bewerten, die unterschiedlichen Interessen zu bündeln, politische Konkurrenz und Eifersüchtelei zu überwinden und mit Bündnis 90/Die Grünen eine zukunftsfähige politische Bürgerbewegung in Sachsen zu schaffen, die zum Vorreiter der Bundespartei Bündnis 90/Die Grünen wurde.“[1]

Im Parlament saß er für seine Fraktion im Umweltausschuss sowie im Ausschuss für Bau und Verkehr und war 1993 bis 1994 Fraktionsvorsitzender. Bei der Landtagswahl 1994 kandidierte er auf Listenplatz 2 seiner Partei, schied aber aufgrund des Scheiterns der Grünen an der Fünf-Prozent-Hürde aus dem Landtag aus. Von 1994 bis 2001 war er Beigeordneter (Bürgermeister) für Umwelt und Kommunalwirtschaft der Landeshauptstadt Dresden.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 15 Jahre Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen