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Keren Cytter (* 1977 in Tel Aviv) ist eine israelische Künstlerin.

BiografieBearbeiten

Keren Cytter studierte Bildende Kunst am Avni Institute for Art in Tel Aviv und erhielt ein Stipendium für die Kunsthochschule De Ateliers in Amsterdam.[1] Seit 2005 lebte sie in Berlin, bis sie 2012 nach New York City umsiedelte.

Bekannt wurde sie durch ihre experimentellen Videoarbeiten, in denen sie sich mit der Frage auseinandersetzt, welchen Einfluss die Medienkultur auf zwischenmenschliche Beziehungen ausübt. In ihren Videos vereint sie verschiedene Erzählstränge, Zeitebenen und Rollenzuweisungen. Cytter bezieht sich auf experimentelles und klassisches Kino, auf Literatur, Theater und YouTube-Fragmente und verbindet Elemente dokumentarischer und fiktionaler Herkunft.

Ihre Arbeiten wurden in Einzelausstellungen im Frankfurter Kunstverein und der Kunsthalle Zürich (2005), Kunst-Werke Berlin (2006), MUMOK Wien (2007), Witte de With Rotterdam (2008), Le Plateau Paris (2009), Kunsthaus Baselland Mutend und Moderna Museet Stockholm (2010), David Roberts Art Fundation London, Kunstverein München und Stedelijk Museum Amsterdam (2011) gezeigt. Außerdem nahm sie an unzähligen Gruppenausstellungen teil, darunter an der Biennale d’art contemporain de Lyon (2007), Manifests 7 Trentino (2008), New Museum of Contemporary Art New York City und Biennale di Venezia (2009), Gwangju Biennale (2010) und Solomon R. Guggenheim Museum New York City (2011).[2]

2009 gründete Cytter die Tanz-Performance-Theater Company D.I.E Now und ging mit den selbst verfassten und choreografierten Produktionen History in the Making und The True Story of John Webber and His Endless Struggle with the Table of Content auf internationale Tournee. Die Stücke wurden unter anderem in der Tate Modern London, The Kitchen New York, dem Tramway Glasgow, dem Van Abbemuseum Eindhoven und dem Hebbel am Ufer Berlin gezeigt.[3][4]

2010 gründete sie gemeinsam mit den Kuratorinnen Maaike Gouwenberg und Kathy Noble die Stiftung A.P.E. (Art Projects Era), unter deren Namen sie ihre Theaterstücke Show Real Drama und Anke is Gone/I Eat Pickels at Your Funeral inszenierte, die seitdem als Gastproduktionen nach Berlin, London, New York City, Kanada und Asien eingeladen wurden.[5][6][7][8]

Cytter ist Autorin der Romane The Man who Climbed Up the Stairs of Life and Found Out They Were Cinema Seats (2006), The Seven Most Exciting Hours of Mr. Trier's Life in Twenty-Four Chapters und The Amazing True Story of Moshe Klinberg (2009). 2010 wurden Auszüge ihres Tagebuchs unter dem Titel White Diaries veröffentlicht.[9]

Für ihre Arbeit erhielt sie 2006 den Baloise Kunst-Preis im Rahmen der Art Basel, den ars viva-Preis 2008 und den ersten Absolut Vodka Art Award, der 2009 in Stockholm verliehen wurde. Des Weiteren wurde sie 2009 für den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst Berlin und den Future Generation Art Prize nominiert.[10]

Im Wintersemester 2014/2015 wurde sie als Professorin für „Freie Kunst“ an der Kunstakademie Düsseldorf berufen.[11]

FilmografieBearbeiten

  • 2000: The Mysterious Series
  • 2000: Brush
  • 2001: The friends series
  • 2002: War and Peace
  • 2002: Documenta Y
  • 2002: Videodance
  • 2002: Disilluissioned love
  • 2002: Experimental film
  • 2002: French Film
  • 2003: Family
  • 2003: Disilluissioned love 2
  • 2003: MFPig
  • 2003: Nothing
  • 2004: Date series
  • 2005: Time
  • 2005: Continuity
  • 2005: Dreamtalk
  • 2005: Atmosphere
  • 2006: Repulsion
  • 2006: The Victim
  • 2007: Nightmare
  • 2007: Something happened
  • 2007: New Age
  • 2008: Der Spiegel
  • 2008: Les Ruissellements du diable
  • 2008: In Search for Brothers/A voice from the past
  • 2009: Four Seasons
  • 2009: Peacocks
  • 2009: Untitled
  • 2009: Cross.Flowers.Rolex
  • 2010: The coat
  • 2010: The hottest day of the year
  • 2010: Konstruktion
  • 2011: Avalanche
  • 2011: Video Art Manual
  • 2011: Open House 3D

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Keren Cytter (Memento des Originals vom 18. Juli 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schauort.com Schau Ort Zürich
  2. Keren Cytter Kunstaspekte
  3. On Tour: D.I.E Now/Keren Cytter (Memento des Originals vom 6. Februar 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.e-flux.com Produktionsdetails und Tourplan
  4. The True Story of John Webber and his Endless Struggle with the Table of Content Texte zur Kunst Aufführungskritik
  5. A.P.E.(Art Projects Era) Offizielle Website
  6. SHOW REAL DRAMA (Memento des Originals vom 20. Juni 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.takingthestage.org Taking the Stage over
  7. SHOW REAL DRAMA@1@2Vorlage:Toter Link/www.globaltimes.cn (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Global Times Interview
  8. Anke is Gone/I Eat Pickles at your Funeral Foto Archiv
  9. Keren Cytter UCCA Center for Contemporary Arts
  10. Future Generation Art Prize (Memento des Originals vom 28. Dezember 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.futuregenerationartprize.org Keren Cytter
  11. Semesterprofessuren im Wintersemester 2014/2015 (Memento des Originals vom 20. August 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kunstakademie-duesseldorf.de, auf kunstakademie-duesseldorf.de, abgerufen am 28. März 2016