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Kerem Schalom
Basisdaten
hebräisch: כרם שלום
lateinisch: Kerem Schalom
Staat: Israel Israel
Bezirk: Süd
Verw.-Einheit:
Gegründet: 1966
Koordinaten: 31° 14′ N, 34° 17′ OKoordinaten: 31° 13′ 40″ N, 34° 17′ 5″ O
 
Einwohner: 118 (2016[1])
 
Gemeindeart: Kibbuz
Website:
Kerem Schalom (Israel)
Kerem Schalom
Kerem Schalom

Kerem Schalom (hebräisch: כרם שלום, deutsch: Weinberg des Friedens) ist ein Kibbuz in der Regionalverwaltung Eschkol und ein nach diesem benannter Grenzübergang in der Nähe des Gazastreifens und Ägyptens.

Inhaltsverzeichnis

LageBearbeiten

Der Kibbuz liegt im Drei-Länder-Eck von Ägypten, Israel und dem Gazastreifen. Der Name des Kibbuz beinhaltet das Wort Schalom (was u. a. Frieden bedeutet), da die Mitglieder glaubten, dass der Standort eine Rolle im Frieden des arabisch-israelischen Konflikts spielen würde.

GeschichteBearbeiten

Der Kibbuz wurde 1966 von Mitglieder der Hashomer Hatzair gegründet und gehört dem Verband HaArtzi an. Der Kibbuz wurde im Jahr 1996 aufgegeben, wurde aber im Jahr 2001 neugegründet.

Seine Nähe zum Gazastreifen brachte mit sich, dass er palästinensischen Mörserangriffen ausgesetzt ist. Auch die Entführung Gilad Shalit am 25. Juni 2006 geschah in der Nähe des Kibbuz.

Der Kibbuz bestand 2016 aus 118 Bewohnern, die ihren Lebensunterhalt durch Landwirtschaft und Geflügelzucht bestreiten.

EinwohnerBearbeiten

Das israelische Zentralbüro für Statistik gibt bei den Volkszählungen vom 19. Mai 1972, 4. Juni 1983, 4. November 1995 und vom 28. Dezember 2008 für den Kibbuz folgende Einwohnerzahlen an:[2]

Jahr der Volkszählung 1972 1983 1995 2008
Anzahl der Einwohner 55 101 21 81

GrenzübergangBearbeiten

Der Übergang wird auf der israelischen Seite von der Israel Airports Authority verwaltet. Die palästinensische Seite wird von zwei Familien, im Auftrage der palästinensischen Autonomiebehörde und der Hamas betrieben. Das Ministerium für Handel und Industrie in Ramallah koordiniert die Abläufe mit Israel.

Am 19. April 2008 wurde von drei palästinensischen Selbstmordattentätern ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeuge gezündet. Dabei wurden 13 israelische Soldaten verletzt, zwei Jeeps und einem Schützenpanzer beschädigt.

2010 wurde der Übergang für 75 Millionen NIS umgebaut und erlaubt nun die Abfertigung von 450 LKWs täglich pro Richtung.

Die israelische Luftwaffe hat am 10. Januar 2018 einen Tunnel gesprengt, der vom Gazastreifen aus 180 Meter weit in israelisches Gebiet hereinragte. Der Tunnel verlief von der Stadt Rafah unterhalb des Grenzüberganges. Über dem Gang befinden sich auch Gas- und Treibstoffpipelines sowie ein israelischer Militärposten.[3]

Am 11. Mai 2018 haben nachts palästinensische Randalierer bei einer Serie von Unruhen Anlagen im Warenübergang Kerem Schalom zerstört. Sie zerschlugen Fließbänder und Sicherheitskameras und verbrannten den Terminal für Benzin, Dieselöl und Kochgas. Die den Gazastreifen kontrollierende Hamas-Organisation griff nicht ein. Aufgrund der Zerstörungen wurde der letzte verbliebenen Warenübergang in den Gazastreifen vorübergehend geschlossen.[4]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kerem Shalom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 17. Mai 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cbs.gov.il abgerufen am 1. April 2018
  2. Israelisches Zentralbüro für Statistik
  3. Luftwaffe sprengt Angriffstunnel der Hamas In Israelnetz.de vom 15. Januar 2018, abgerufen am 8. August 2018
  4. Palästinenser zerstören letzten Warenübergang nach Gaza In: Israelnetz.de, 13. Mai 2018, abgerufen am 8. August 2018.