Hauptmenü öffnen

Karin Krieger

deutsche literarische Übersetzerin

Karin Krieger (* 17. Oktober 1958 in Berlin) ist eine deutsche literarische Übersetzerin.

LebenBearbeiten

Karin Krieger absolvierte ein Studium der Romanistik in Berlin, das sie 1981 mit dem Diplom im Fach Italienische Literatur abschloss. Anschließend war sie als Übersetzerin für eine Presseagentur tätig. 1988 begann sie mit dem Übersetzen literarischer Texte. Sie lebt in Berlin.

Karin Krieger übersetzt vorwiegend erzählende und essayistische Texte aus dem Italienischen und Französischen. In den Jahren 1999 bis 2004 führte sie zur Wahrung ihres Urheberpersönlichkeitsrechts einen Musterprozess gegen den Piper Verlag, nachdem dieser Kriegers Übersetzungen der Werke von Alessandro Baricco wegen Honorarstreitigkeiten aus dem Handel genommen und teilweise durch Neuübersetzungen ersetzt hatte; sie gewann diesen Prozess 2004 in letzter Instanz vor dem Bundesgerichtshof.

Karin Krieger erhielt wiederholt Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds. Sie ist Mitglied im Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke, VdÜ.

AuszeichnungenBearbeiten

  • 2011–2013: Hieronymusring für besondere Leistungen in der literarischen Übersetzung des Verbands deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke, VdÜ. Sie gab diesen Wanderpreis weiter an Frank Heibert.[1]

ÜbersetzungenBearbeiten

  • Roberto Alajmo: Palermo sehen und sterben, Hanser, München 2007
  • Nathacha Appanah: Der letzte Bruder, Knaus, München 2009
  • Yolande Baillet: Impressionismus, Eichborn, Frankfurt 1994
  • Anna Banti: Ich schreibe Ihnen aus einem fernen Land, List, München 1997
  • Alessandro Baricco: Hegels Seele oder Die Kühe von Wisconsin, Piper, München 2001
  • Alessandro Baricco: Land aus Glas, Piper, München 1998
  • Alessandro Baricco: Novecento, Piper, München 1999
  • Alessandro Baricco: Oceano mare, Piper, München 2001
  • Alessandro Baricco: Seide, Piper, München 1997
  • Boulevards. Siedler, Berlin 1997 (zusammen mit Heinrich von Berenberg)
  • Aldo Buzzi: Tschechow in Sondrio, Hanser, München 1995
  • Pino Cacucci: Tina, Diogenes, Zürich 1993
  • Andrea Camilleri: Die Revolution des Mondes, Nagel & Kimche, Zürich 2014
  • Andrea Camilleri: Die Verlockung, Nagel & Kimche, Zürich 2016
  • Roberto Cotroneo: Diese Liebe, Insel, Frankfurt 2008
  • Roberto Cotroneo: Frag mich, wer die Beatles sind, Insel, Frankfurt 2006
  • Roberto Cotroneo: Die Jahre aus Blei, Insel, Berlin 2010
  • Roberto Cotroneo: Tempestad, Insel, Frankfurt 2003
  • Roberto Cotroneo: Das vollkommene Alter, Insel, Frankfurt 2000
  • Giuseppe Farese: Arthur Schnitzler, C.H. Beck, München 1999
  • Maxence Fermine: Honig, Claassen, München 2001
  • Elena Ferrante: Meine geniale Freundin, Suhrkamp, Berlin 2016
  • Elena Ferrante: Die Geschichte eines neuen Namens, Suhrkamp, Berlin 2017
  • Elena Ferrante: Die Geschichte der getrennten Wege, Suhrkamp, Berlin 2017
  • Elena Ferrante: Die Geschichte des verlorenen Kindes, Suhrkamp, Berlin 2018
  • Elena Ferrante: Lästige Liebe, Suhrkamp, Berlin 2018
  • Giorgio Fontana: Im Namen der Gerechtigkeit, Nagel & Kimche, Zürich 2013
  • Giorgio Fontana: Tod eines glücklichen Menschen, Nagel & Kimche, Zürich 2015
  • Ernesto Franco: Fünf Knöpfe aus Seide, DVA, Stuttgart 2001
  • Agop J. Hacikyan: Jenseits der Morgenröte, Heyne, München 1995
  • Giulio Leoni: Dante und das Mosaik des Todes, Zsolnay, Wien 2006
  • Giulio Leoni: Das Grabmal der Päpstin, Zsolnay, Wien 2010
  • Jacqueline Loumaye: Edgar Degas, Eichborn, Frankfurt/M. 1993
  • Claudio Magris: Ein anderes Meer, Hanser, München 1992
  • Claudio Magris: Ein Nilpferd in Lund, Hanser, München 2009
  • Claudio Magris: Utopie und Entzauberung (zusammen mit Ragni Maria Gschwend u. a.), Hanser, München 2002
  • Françoise Mallet-Joris: Das Geheimnis der Schreiberin (zusammen mit Josef Winiger), List, München 1998
  • Armando Massarenti: Zwergenweitwurf und andere philosophische Übungen, Insel, Frankfurt 2009
  • Margaret Mazzantini: Das Meer am Morgen, Dumont, Köln 2012
  • Margaret Mazzantini: Das schönste Wort der Welt, Dumont, Köln 2011
  • Margaret Mazzantini: Niemand rettet sich allein, Dumont, Köln 2013
  • Margaret Mazzantini: Herrlichkeit, Dumont, Köln, 2015
  • Furio Monicelli: Der vollkommene Jesuit, Hanser, München 2000
  • Chantal Pelletier: Tage mit Romy, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2004
  • Pia Pera: Die Früchte der Gelassenheit, Sanssouci, München 2004
  • Yves Pinguilly: Leonardo da Vinci, Eichborn, Frankfurt 1993
  • Giuseppe Pontiggia: Zwei Leben. Hanser, München 2002
  • Ugo Riccarelli: Der vollkommene Schmerz, Zsolnay, Wien 2006
  • Ugo Riccarelli: Der Zauberer. Zsolnay, Wien 2009
  • Vercors: Das Schweigen des Meeres. Diogenes, Zürich 1999
  • Philippe Vigand: Verdammte Stille. Diana, München 1999
  • Hélène Visconti: Fremd. Knaus, München 2010
  • Ornela Vorpsi: Die Hand, die man nicht beißt. Zsolnay, Wien 2010

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Verzeichnis der Preisträgerinnen und Preisträger Hieronymusring. Gesehen am 9. August 2017