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Kamnik (deutsch Stein in Krain) ist eine Gemeinde mit knapp 30.000 Einwohnern[1] südlich der Steiner Alpen in der Republik Slowenien. Der Stadtkern liegt etwa 24 km nördlich vom Stadtzentrum der Hauptstadt Ljubljana (Laibach).

Kamnik
Wappen von Kamnik Karte von Slowenien, Position von Kamnik hervorgehoben
Basisdaten
Staat Slowenien
Historische Region Oberkrain / Gorenjska
Statistische Region Osrednjeslovenska (Zentralslowenien)
Koordinaten 46° 14′ N, 14° 37′ OKoordinaten: 46° 13′ 39″ N, 14° 36′ 57″ O
Fläche 265,6 km²
Einwohner 28.859 (30. Juni 2009[1])
Bevölkerungsdichte 109 Einwohner je km²
Telefonvorwahl (+386) 1
Postleitzahl 1240
Kfz-Kennzeichen LJ
Struktur und Verwaltung (Stand: 2010)
Bürgermeister: Marjan Šarec[2] (-)
Postanschrift Glavni trg
1240 Kamnik
Webpräsenz

Inhaltsverzeichnis

GemeindegebietBearbeiten

Die Gemeinde liegt im Norden Mittelsloweniens und umfasst mit ihren 265,6 km² einen großen Teil der Steiner Alpen.

GeschichteBearbeiten

Stein in Oberkrain wurde als Ort zum ersten Mal im Jahr 1061 als Besitz der Grafen von Andechs erwähnt. Als Markt ist es seit 1188 genannt, als Stadt seit 1267.[3] Im Mittelalter war es einer der wichtigsten Handelsplätze im Herzogtum Krain und befand sich an der wichtigsten Straße zwischen Laibach und Cilli. Mit der Verlagerung der Handelsströme im 16. Jahrhundert verlor es an Bedeutung.

Nach der Errichtung der Eisenbahn Laibach-Stein im Jahre 1890 kam es zur Ansiedlung verschiedener Industriebetriebe, darunter Stol (Möbelindustrie), Utok (Leder), Titan (Türschlösser), ETA (Lebensmittel) und Svilanit (Textil). Einige dieser Betriebe, darunter Utok und Stol, sind nach 1990 untergegangen.

In neuester Zeit gewinnt Kamnik an Bedeutung als Wohnort für Leute, die in Ljubljana arbeiten, was sich in einer regen Bautätigkeit, aber auch zunehmenden Verkehrsproblemen (Staus) zeigt.

Ortsteile der GesamtgemeindeBearbeiten

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Kamnik ist eine der ältesten slowenischen Städte und hat einen mittelalterlichen Stadtkern. Sehenswürdigkeiten sind unter anderen die Burg Mali grad (Kleinfeste), die oberhalb der Stadt gelegene Burgruine Stari grad (Oberstein) sowie die Bibliothek des Franziskanerklosters mit etwa 10000 Büchern. In der Burg Zaprice (Steinbüchel) befindet sich ein Heimatmuseum. In der Stadt fließen die beiden Flüsse Nevljica und Kamniška Bistrica (Feistritz) zusammen.

Südlich der Stadt befindet sich als bedeutender Ausflugsort ein Park mit Arboretum auf dem Gelände des ehemaligen Schlosses Volčji Potok (Wolfsbüchel), das nach dem Zweiten Weltkrieg gesprengt wurde.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kamnik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Kamnik: Krajevne skupnosti Abgerufen am 27. Mai 2011.
  2. Kamnik: Župan Abgerufen am 27. Mai 2011.
  3. Miha Kosi (Laibach): Stadtgründung und Stadtwerdung. Probleme und Beispiele aus dem slowenischen Raum. In: Pro Civitate Austriae. Informationen zur Stadtgeschichtsforschung in Österreich, Neue Folge, Heft 14, Österreichischer Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung, Linz 2009, S. 7

GalerieBearbeiten