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Kama
Кама
Flusssystem von Kama und Wolga

Flusssystem von Kama und Wolga

Daten
Gewässerkennzahl RU10010100112111100000016
Lage im Nordosten des europäischen Teils von Russland
Flusssystem Wolga
Abfluss über Wolga → Kaspisches Meer
Quelle Kamahöhen westlich von Perm
58° 11′ 43″ N, 53° 45′ 16″ O
Quellhöhe 336 m
Mündung in den Kuibyschewer Stausee und die WolgaKoordinaten: 55° 24′ 37″ N, 50° 18′ 22″ O
55° 24′ 37″ N, 50° 18′ 22″ O
Mündungshöhe ca. 53 m
Höhenunterschied ca. 283 m
Sohlgefälle ca. 0,16 ‰
Länge 1805 km[1][2]
Einzugsgebiet 507.000 km²[1][2]
Abfluss am Pegel Sarapul[3] NNQ (Februar 1939)
MQ
HHQ (Juni 1914)
235 m³/s
1754 m³/s
10.500 m³/s
Linke Nebenflüsse Wischera, Tschussowaja, Koswa, Belaja, Ik, Scheschma, Sai, Muljanka
Rechte Nebenflüsse Wjatka, Kossa, Isch, Mjoscha, Inwa, Siwa, Toima
Durchflossene Stauseen Kamastausee, Wotkinsker Stausee, Nischnekamsker Stausee, Kuibyschewer Stausee
Großstädte Beresniki, Nabereschnyje Tschelny, Nischnekamsk, Perm
Mittelstädte Sarapul, Solikamsk, Tschaikowski, Tschistopol
Die Kama bei Perm

Die Kama bei Perm

Die Kama (russisch Кама, udmurtisch Кам) ist ein 1805 km langer, linker und nordöstlicher und zugleich der größte Nebenfluss der Wolga im europäischen Teil Russlands und der fünftlängste Fluss Europas.

FlusslaufBearbeiten

Sie entspringt in den bis zu 336 m hohen Kamahöhen, die westlich von Perm liegen, ihre Quelle liegt beim Dorf Kuliga in Udmurtien.

 
Mündung der Tschussowaja in die Kama

Zunächst fließt die Kama etwa 200 km nach Norden. Etwa ab dem Dorf Loino strömt der Fluss für weitere 200 km in Richtung Osten, bevor er sich bei Tscherdyn nach Süden wendet. Hier mündet die Wischera in die Kama. Am linken Ufer liegen die Industriestädte Solikamsk und Beresniki. Hinter Beresniki beginnt der 1.720 km² große und bis zu 20 m tiefe Kamastausee (Kamskoje), der bei Perm angestaut wird. Perm ist mit rund 1 Mio. Einwohnern die größte Stadt an der Kama und die Hauptstadt der gleichnamigen Verwaltungsregion (Krai). Bei der Stadt Tschaikowski wird die Kama erneut angestaut, nämlich zum Wotkinsker Stausee. Direkt unter dem Staudamm schließt sich der Nischnekamsker Stausee an, in den die aus Baschkirien kommende Belaja mündet. Der See wird bei der Industriestadt Nabereschnyje Tschelny angestaut, wo das Unternehmen KAMAZ seit 1976 Lastwagen produziert. Flussabwärts mündet bei Nischnekamsk von rechts die Wjatka ein.

Bei Tschistopol in Tatarstan mündet die Kama in den Kuibyschewer Stausee, durch den das Wasser der Wolga fließt.

Die Südliche Keltma, ein linker Nebenfluss der Kama, wurde durch den 1785–1822 erbauten etwa 18 km langen Katharinenkanal mit der Nördlichen Keltma verbunden, die über die Wytschegda in die Nördliche Dwina entwässert, wodurch eine Verbindung zwischen Kaspischem und Weißem Meer geschaffen wurde. Der Kanal wurde jedoch nur 16 Jahre lang genutzt und verfiel danach weitestgehend.

StauseenBearbeiten

An der Kama liegen einige Stauseen der Wolga-Kama-Kaskade, von denen (flussabwärts gesehen) dies die größten Kamastauseen sind:

OrtschaftenBearbeiten

An der Kama oder etwas abseits von ihr befinden sich – flussabwärts gesehen – diese größeren Ortschaften und Städte:

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kama – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Artikel Kama in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D58118~2a%3DKama~2b%3DKama
  2. a b Kama im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)
  3. UNESCO - Kama at Sarapul (Memento des Originals vom 24. November 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/webworld.unesco.org