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Kaliumsilicat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Kaliumverbindungen und Silicate. Es ist in der Regel eine nicht genau stöchiometrische Substanz mit der Formel K2O·n SiO2 (also Kaliumoxid und Siliziumdioxid), wobei n bei Tetrakaliumorthosilicat 0,5 ist und bei kommerziell verfügbaren Produkten das Verhältnis zwischen 1,5 und 5,0 liegt.[2]

Allgemeines
Name Kaliumsilicat
Andere Namen
  • Kaliwasserglas
  • Kaliumsilikat
Summenformel K2Si2O5
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 1312-76-1
  • 10006-28-7 (als K2SiO3)
PubChem 66200
Wikidata Q419390
Eigenschaften
Molare Masse 214,36 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,25–1,60 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

905 °C[2]

Löslichkeit

löslich in Wasser (360 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
05 – Ätzend 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 315​‐​318​‐​335
P: 280​‐​304+340+312​‐​305+351+338​‐​310 [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Gewinnung und DarstellungBearbeiten

Man gewinnt Kaliumsilicat durch Zusammenschmelzen von Quarzsand, Kaliumcarbonat und Kohle (alles fein pulverisiert). Das so erhaltene, feste Gemisch aus Kaliumsilicat und Kieselsäure wird häufig für die weitere Verwendung unter Druck mit überhitztem Wasser in eine sirupartige Lösung verwandelt.[3]

EigenschaftenBearbeiten

Kaliumsilicat ist ein glasartiger Feststoff, welcher in Wasser löslich ist.[1]

VerwendungBearbeiten

Kaliumsilicat wird als Bindemittel und Klebstoff (für Mineralfarben und -putze, Feuerfestmörtel, Baustoffe) und in sogenannten Pflanzenstärkungsmitteln verwendet.[4]

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e Eintrag zu Kaliumsilikat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016 (JavaScript erforderlich)
  2. a b c OECD: Screening Information Dataset (SIDS) Initial Assessment Report (SIAR) für Soluble Silicates (PDF)
  3. Kremer Pigmente: Kaliwasserglas (Memento des Originals vom 19. Februar 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/kremer-pigmente.de
  4. vanbaerle: Kaliumsilikat