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Julius Haußmann (* 27. Juli 1816 in Ludwigsburg; † 29. Juli 1889 in Stuttgart) war ein deutscher Kaufmann, Publizist und Politiker.

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LebenBearbeiten

Julius Haußmann beendete sein Jurastudium in Tübingen ohne Abschluss und arbeitete dann in der Apotheke seines Vaters in Ludwigsburg. Er setzte sich im Rahmen seiner politischen Aktivität sehr für die kommunale und staatliche Selbstbestimmung des Volks ein und forderte eine Stärkung der individuellen Rechte und Freiheiten. In den Revolutionsjahren beteiligte er sich 1849 führend an der Reutlinger Pfingstversammlung. Dort wurde eine Beschleunigung der inneren Reformen gefordert. Daraufhin musste Haußmann in die Schweiz fliehen. Er kehrte freiwillig zurück und wurde zu mehrjähriger Festungshaft verurteilt. Im Jahre 1854 wurde er vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Zusammen mit Karl Mayer und Ludwig Pfau arbeitete er in der Redaktion des Stuttgarter Beobachters und war mit ihnen am 6. Januar 1864 Gründungsmitglied der württembergischen Volkspartei, die den Weg zur kleindeutschen Lösung scharf ablehnte.

Seit 1835 war er Mitglied des Corps Suevia Tübingen.[1]

FamilieBearbeiten

Julius Haußmann war der Sohn des Hof- und Stadtapothekers in Ludwigsburg Karl Friedrich Haußmann (1779–1856) und der Carolina geb. Kausler (1790–1839). Er war in erster Ehe mit Marie Josephine Stoffel (1827–1857) verheiratet. Von ihr bekam er die Zwillingssöhne Conrad (1857–1922) und Friedrich (1857–1907), die beide aktive Politiker in der Volkspartei wurden. In zweiter Ehe war er seit 1861 mit Anna Leisler (1822–1862) verheiratet.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kösener Korpslisten 1910, 197, 208.

LiteraturBearbeiten