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Josef Becker (Historiker)

deutscher Historiker

Josef Becker (* 6. Februar 1931 in Buchen (Baden)) ist ein deutscher Historiker und ehemaliger Präsident der Universität Augsburg.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Becker studierte Geschichte, Germanistik und Romanistik an den Universitäten Freiburg, München, Paris und Heidelberg. 1957 wurde er bei Walther Peter Fuchs in Heidelberg promoviert. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der TH Karlsruhe und an der Universität Erlangen-Nürnberg. 1969 habilitierte er sich in Erlangen. Seit 1973 lehrte er als ordentlicher Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Augsburg. Von 1983 bis 1991 war er Präsident der Universität Augsburg. 1996 wurde Becker emeritiert. Seit 1986 ist Becker Mitglied der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft.[1]

WerkeBearbeiten

  • Liberaler Staat und Kirche in der Ära von Reichsgründung und Kulturkampf. Geschichte und Strukturen ihres Verhältnisses in Baden 1860–1876, Mainz 1973.
  • (Hrsg. mit Theo Stammen und Peter Waldmann): Vorgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. Zwischen Kapitulation und Grundgesetz, München 1979, 2. überarb. Aufl. 1987.
  • (Hrsg.), Dreißig Jahre Bundesrepublik – Tradition und Wandel, München 1979.
  • (Hrsg. mit Klaus Hildebrand): Internationale Beziehungen in der Weltwirtschaftskrise 1929–1933, München 1980.
  • (Hrsg. mit Ruth Becker): Hitlers Machtergreifung 1933. Dokumente vom Machtantritt Hitlers 30. Januar 1933 bis zur Besiegelung des Einparteienstaates 14. Juli 1933, München 1983, 2. durchges. Aufl. München 1992.
  • (Hrsg. mit Andreas Hillgruber): Die deutsche Frage im 19. und 20. Jahrhundert, München 1983.
  • (Hrsg.): 1933 – Fünfzig Jahre danach. Die nationalsozialistische Machtergreifung in historischer Perspektive, München 1983.
  • (Hrsg. mit Franz Knipping): Power in Europe? Great Britain, France, Italy and Germany in a Postwar World 1945–1950, Berlin u. a. 1986.
  • (Hrsg. mit Rainer-Olaf Schultze): Im Spannungsfeld des Atlantischen Dreiecks: Kanadas Außenpolitik nach dem Zweiten Weltkrieg, Bochum 1989.
  • (Hrsg.): Wiedervereinigung in Mitteleuropa. Außen- und Innenansichten zur staatlichen Einheit Deutschlands, München 1992.
  • (Hrsg.): Bismarcks spanische „Diversion“ 1870 und der preußisch-deutsche Reichsgründungskrieg. Quellen zur Vor- und Nachgeschichte der Hohenzollern-Kandidatur für den Thron in Madrid 1866–1932, 3 Bände, Paderborn 2002–2008.

AuszeichnungenBearbeiten

  • 1981 Ehrendoktor der Universität Metz (Lothringen)
  • Ehrenpräsident des Deutsch-Französischen Komitees für die Erforschung der deutschen und französischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
  • 2010 Ordre des Palmes Académiques

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mitgliederliste der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft; abgerufen am 26. September 2015.