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Johann von Akkon

Großmundschenk von Frankreich

Johann von Akkon oder Johann von Brienne (* 1227; † 1296) war ein Großmundschenk von Frankreich aus dem Haus Brienne.

Er war ein Sohn von Johann von Brienne, König von Jerusalem, und der Prinzessin Berenguela von León († 1237), einer Tochter von König Alfons IX. von Kastilien-León. Seine Halbschwester war die Königin Isabella II. von Jerusalem.

Zusammen mit seinen weiteren Geschwistern wurde er 1244 an den Hof König Ludwigs IX. nach Frankreich geschickt. 1258 wurde er zum königlichen Großmundschenk ernannt und mit Verwaltungsaufgaben in der Champagne betraut. Er nahm am Siebten Kreuzzug teil (daher auch sein Beiname von Akkon), auf dem sein Bruder Alfons und der König starben. Von König Philipp III. wurde er 1274 nach Kastilien entsandt, um dort die Rechte der Prinzen de la Cerda zu vertreten.[1]

Johann heiratete 1257 Marie de Coucy, die Witwe des schottischen Königs Alexander II. 1268 trennte sich das Paar, doch erst nach Maries Tod 1284 heiratete Johann Johanna von Châteaudun, Herrin von Château-du-Loir und Tochter des Vizegrafen Gottfried VI. von Châteaudun, Witwe des Grafen Johann I. von Montfort. Beide Ehen blieben kinderlos.

LiteraturBearbeiten

  • Louis Carolus-Barré, Henri Platelle: Le procès de canonisation de Saint Louis (1272–1297). Essai de reconstitution. École Française de Rome, Rom 1994, ISBN 2-7283-0300-2, S. 77 (Collection de l'École française de Rome 195).

EinzelnachweisBearbeiten

  1. Balduin von Avesnes?: Extraits de la Chronique attribuée a Baudoin d'Avesnes, in: Recueil des Historiens des Gaules et de la France 21 (1840), S. 179

WeblinkBearbeiten