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Leben und WirkenBearbeiten

Marotzke studierte Physik an den Universitäten Bonn, Kopenhagen und Kiel und schloss dieses 1985 mit dem Diplom ab. 1990 promovierte er in Kiel in physischer Ozeanographie. Anschließend war er zwei Jahre lang am Massachusetts Institute of Technology beschäftigt und wurde dort 1992 zunächst Assistant Professor, 1997 dann Associate Professor. Von 1999 bis 2003 war er Professor für physische Ozeanographie am Southampton Oceanography Centre, danach wurde er zum Direktor des Hamburger Max-Planck-Instituts für Meteorologie berufen. Seit 2006 ist er auch Honorarprofessor an der Universität Hamburg; ein Jahr später wurde er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.[1] Im 2014 erschienenen Fünften Sachstandsbericht des IPCC war er einer der beiden Koordinierenden Leitautoren des Kapitels über die Evaluierung von Klimamodellen.[2] 2016 wurde er zum Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) gewählt. 2009 erhielt er die Fridtjof Nansen Medal der European Geosciences Union.[3]

Publikationen (Auswahl)Bearbeiten

BücherBearbeiten

  • Jochem Marotzke, Martin Stratmann (Hrsg.): Die Zukunft des Klimas. Neue Erkenntnisse, neue Herausforderungen. Ein Report der Max-Planck-Gesellschaft. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-66968-2.
  • Richard B. Alley et al: Abrupt Climate Change: Inevitable Surprises. National Academy Press, Washington, D.C 2002, ISBN 978-0-309-07434-6.
  • Jochem Marotze: Instabilities and multiple equilibria of the thermohaline circulation. Diss. Kiel 1990.

FachaufsätzeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mitgliedseintrag von Jochem Marotzke (mit Bild) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 17. Mai 2016.
  2. Flato et al.: Evaluation of Climate Models. In: Climate Change 2013: The Physical Science Basis. Contribution of Working Group I to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change Stocker, T.F., D. Qin, G.-K. Plattner, M. Tignor, S.K. Allen, J. Boschung, A. Nauels, Y. Xia, V. Bex and P.M. Midgley (eds.). Cambridge University Press, Cambridge, United Kingdom and New York, NY, USA.
  3. Empfänger der Fridtjof-Nansen-Medaille. European Geosciences Union, abgerufen am 14. Juli 2018 (englisch).