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Jan Born

deutscher Neurowissenschaftler

Jan Born (* 30. März 1958 in Celle) ist ein deutscher Neurowissenschaftler sowie Schlaf- und Gedächtnisforscher.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Jan Born studierte Psychologie an der Universität Tübingen, wo er 1985 die Promotion erlangte. Die Habilitation für Physiologie folgte 1989 an der Universität Ulm[1]. Von 1989 bis 1998 war Born Professor für Physiologische Psychologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und seit 1999 Professor für Neuroendokrinologie an der Universität zu Lübeck, wo er ab 2002 das Institut für Neuroendokrinologie leitete. 2010 wurde er Nachfolger von Niels Birbaumer auf den Lehrstuhl für Medizinische Psychologie in Tübingen[2].

ForschungBearbeiten

Born forscht und publiziert im Bereich der Gedächtnisbildung während des Schlafs. Er zeigte unter anderem, dass sich das Gedächtnis im Tiefschlaf bildet und nicht – wie lange Zeit angenommen – im REM-Schlaf.[3][4] Für seine richtungsweisenden Arbeiten erhielt er 2010 den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis[5]. Seit dem Jahr 2009 ist er Mitglied der Leopoldina.[6] Für 2017 wurde ihm der Oswald-Külpe-Preis zugesprochen.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.dfg.de/download/pdf/gefoerderte_projekte/preistraeger/gwl-preis/2010/born_cv.pdf
  2. http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles/newsletter-uni-tuebingen-aktuell/2011/3/leute/3.html
  3. B. Rasch, C. Büchel, S. Gais, J. Born: Odor cues during slow-wave sleep prompt declarative memory consolidation. In: Science. Band 315, Nummer 5817, März 2007, S. 1426–1429, ISSN 1095-9203. doi:10.1126/science.1138581. PMID 17347444.
  4. L. Marshall, H. Helgadóttir, M. Mölle, J. Born: Boosting slow oscillations during sleep potentiates memory. In: Nature. Band 444, Nummer 7119, November 2006, S. 610–613, ISSN 1476-4687. doi:10.1038/nature05278. PMID 17086200.
  5. http://www.dfg.de/gefoerderte_projekte/wissenschaftliche_preise/leibniz-preis/2010/born/index.html
  6. Mitgliedseintrag von Jan Born (mit Bild und CV) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 1. Juli 2016.