Die Artikel Enjokōsai und JK Business überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Domitius Ulpianus (Diskussion) 23:49, 11. Nov. 2019 (CET)

In der Kultur Japans bezeichnet JK business (japanisch JKビジネス) bezahltes Dating mit minderjährigen Mädchen.[1] Dabei steht die Abkürzung JK für joshi kōsei (女子高生), was Oberschülerin bedeutet. Ein typischen Szenario für die Anbahnung ist, dass eine Oberschülerin Flyer verteilt, auf denen sie mit einem „JK Spaziergang“ (JKお散歩 JK osanpo) oder „Spaziergang Date“ wirbt.[2][3] Als die Polizei auf diese Praktik aufmerksam wurde, substituierte das „sanpo business“ sie teilweise. Dabei wird ein Mädchen dafür bezahlt, einem Mann Gesellschaft zu leisten, indem es mit ihm spazieren geht oder redet.[4] Eine andere Aktivität, die beworben wird, ist Reflexzonenmassage (rifure).[5] Viele der Mädchen arbeiten in Akihabara in Tokio.[6][7]

Das U.S. State Department berichtete 2017, dass die japanische Regierung „nicht vollkommenen die minimalen Anforderungen für die Abschaffung von Menschenhandel“ erfüllt. Dies wurde damit begründet, dass „die Prostitution Minderjähriger immer noch gesellschaftlich hingenommen wird.“[8] Im Bericht von 2018 wurde Japan jedoch schon als „Tier 1“-Nation eingestuft, welche die minimal Anforderungen voll erfüllt.[9]

Yumeno Nito, der eine Bekämpfung des Phänomens fordert, hat in Tokio eine Stiftung gegründet, die den Mädchen helfen soll.[10][11][12] Japan wurde von Kulturanthropologen als Schamkultur beschrieben. Diese mache es Mädchen, die von zu Hause weglaufen, schwer, Hilfe zu suchen, sodass sie leicht Opfer von Menschenhandel für die Sexindustrie würden.[3][13]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Commons: JK Business – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1.  Schoolgirls for Sale in Japan.
  2. Osaka JK parlors passing prostitution to professionals. In: newsonjapan.com.
  3. a b In Japan, Teenage Girls Folding Paper Cranes Has Taken on a Whole New Meaning. In: VICE News.
  4. 17歳「怖いけど、給料いい」JKお散歩、記者がルポ:朝日新聞デジタル. In: www.asahi.com. 2 October 2013. Archiviert vom Original am 11 March 2015. Abgerufen im 24 September 2018.
  5. Tomohiro Osaki: Notorious ‘JK’ business exploits troubled high school girls for sex. In: Japan Times, 4. November 2014. Abgerufen am 28. Oktober 2016. 
  6. Tokyo police take 13 underage girls into custody for 'JK walking' ' Japan Today: Japan News and Discussion. In: japantoday.com.
  7. Young women in danger / High school girls tricked into 'JK business'. In: The Japan News. 3. Oktober 2016. Archiviert vom Original am 7. Oktober 2016. Abgerufen am 24. September 2018.
  8. Japan's 'high school walking' listed as new human trafficking trend - The Japan Times. In: The Japan Times.
  9. Japan 2018 Trafficking in Persons Report. In: U.S. Department of State. Archiviert vom Original am 10. Juli 2018. Abgerufen am 7. Mai 2019.
  10. Activist slams indifference to sexual exploitation of girls in 'JK' industry - The Japan Times. In: The Japan Times.
  11. Former high school 'refugee' supports troubled teens in Shibuya. In: AJW by The Asahi Shimbun. Archiviert vom Original am 25. Juli 2015.
  12. INTERVIEW/ Yumeno Nito: Havens needed for schoolgirls in sleazy 'JK' business. In: AJW by The Asahi Shimbun. Archiviert vom Original am 23. Juli 2015.
  13. First bill targeting JK industry headed for Tokyo assembly (en-US). In: The Japan Times Online, 16. Februar 2017. Abgerufen am 30. September 2017.