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Jürgen Baldiga

deutscher Fotograf und Künstler
Grab Jürgen Baldiga, Gravur nach Zeichnung von Jean Cocteau. Ein eingeschweißtes Foto zeigt ihn mit Melitta Sundström

Jürgen Baldiga (* 27. Oktober 1959[1] in Essen; † 4. Dezember 1993 in Berlin) war ein deutscher Künstler und Fotograf.

Leben und NachwirkungenBearbeiten

Baldiga wurde vor allem durch seine teilweise provokanten Fotoarbeiten, die sich mit seiner Person und dem Thema AIDS auseinandersetzten, bekannt. Jürgen Baldiga veröffentlichte mehrere Bücher. Seine Arbeiten waren in verschiedenen Ausstellungen zu sehen. Sein Nachlass ist im Archiv des Schwulen Museums in Berlin.

Baldiga starb an den Folgen von AIDS. Zum 20. Todestag gab es ein Titelbild auf der schwulen Zeitschrift Siegessäule. Sein Grab befindet sich auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof. Auf einem Titelbild der „Zitty“ hielt Baldiga selbst den schon früh erstellten Grabstein in den Armen.

Im Oktober 2014 wurde Manfred Salzgeber nach Ablauf der ehemaligen Grabstelle in ein Grab links neben Baldiga umgebettet. So sind die Freunde nach 20 Jahren wieder beieinander.

WerkeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Aron Neubert, Wärme, die nur Feuer uns geben kann, Edition Objektiv, Köln 1995, ISBN 3-9804363-0-6
  • Michael Brynntrup, Aide Mémoire – ein schwules Gedächtnisprotokoll, Portraitfilm mit Interview, 1995[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jürgen Baldiga in der Datenbank von Find a Grave. Abgerufen am 7. Januar 2015 (englisch).
  2. Bernd Gaiser "Jürgen Baldiga: Ich bin mein eigener Gott. Ein Interview", Berliner Schwulen Zeitung Nr. 25 , Berlin 1980