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Jörg W. Busch (* 1. November 1959 in Wiesbaden) ist ein deutscher Mittelalterhistoriker.

Akademischer WerdegangBearbeiten

Nach einem Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, der Politikwissenschaft und der Philosophie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz wurde Busch 1987 promoviert. Von 1987 bis 1992 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem von Hagen Keller geleiteten Projekt „Der Verschriftlichungsprozeß in den oberitalienischen Kommunen“ des Sonderforschungsbereichs 231 „Pragmatische Schriftlichkeit“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. 1992–1995 erhielt er ein DFG-Habilitationsstipendium und lehrte am Historischen Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. 1994/95 erfolgte seine Habilitation an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Es folgten 1995–1997 Lehrstuhlvertretungen in Gießen, Münster und Frankfurt. 1997–2002 war er Heisenbergstipendiat und seit 2001 außerplanmäßiger Professor an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. In den Jahren 2002 bis 2005 übte er Professur- und Dozenturvertretungen in Passau und Frankfurt am Main aus, war von 2005 bis 2008 Lehrbeauftragter am Historischen Seminar der Universität Frankfurt am Main und seit 2008 Hochdeputatslehrender am dortigen Historischen Seminar. 2008 wurde er zum Privatdozenten ernannt und ist seit 2009 außerplanmäßiger Professor an der Universität Frankfurt.

SchriftenBearbeiten

  • Der Eberbacher „Cabinetkeller“ 1730–1803. Ein Beitrag zur Geschichte des Prädikates „Kabinett“ nach den Unterlagen der ehemaligen Zisterzienserabtei Eberbach im Rheingau. Gesellschaft für Geschichte des Weines, Wiesbaden 1981.
  • Die Anfänge des Herzoglich Nassauischen Cabinetkellers und der Versuch einer Flaschenvermarktung seiner Weine. Ein Beitrag zur Geschichte des nassauischen Domanialweinbaues. Gesellschaft für Geschichte des Weines, Wiesbaden 1984.
  • Der Rheingauer Weinbau und Handel 1690–1750 am Beispiel der Kellerei Schloss Vollrads. Ergebnisse einer Rechnungsunterlagenauswertung. Gesellschaft für Geschichte des Weines, Wiesbaden 1986.
  • Der Liber de Honore Ecclesiae des Placidus von Nonantola. Eine kanonistische Problemerörterung aus dem Jahre 1111. Die Arbeitsweise ihres Autors und seine Vorlagen (= Quellen und Forschungen zum Recht im Mittelalter, 5), Sigmaringen 1990 (zugleich: phil. Diss., Universität Mainz 1987).
  • (Hrsg. mit Hagen Keller): Statutencodices des 13. Jahrhunderts als Zeugen pragmatischer Schriftlichkeit. Die Handschriften von Como, Lodi, Novara, Pavia und Voghera (= Münstersche Mittelalter-Schriften, 64), München 1991.
  • Die Mailänder Geschichtsschreibung zwischen Arnulf und Galvaneus Flamma. Die Beschäftigung mit der Vergangenheit im Umfeld einer oberitalienischen Kommune vom späten 11. bis zum frühen 14. Jahrhundert (= Münstersche Mittelalter-Schriften, 72), München 1997 (zugleich: Habilitationsschrift, Universität Münster 1994/95).
  • Certi et veri cupidus. Die Behandlung geschichtlicher Zweifelsfälle und verdächtiger Dokumente um 1100, um 1300 und um 1475. Drei Fallstudien (= Münstersche Mittelalter-Schriften, 80), München 2001.
  • Vom Amtswalten zum Königsdienst. Beobachtungen zur 'Staatssprache' des Frühmittelalters am Beispiel des Wortes administratio (= MGH Studien und Texte, 42), Hannover 2007.
  • Die Herrschaften der Karolinger 714–911 (= Enzyklopädie deutscher Geschichte, 88), München 2011.

WeblinksBearbeiten

  • Webseite von Busch an der Universität Frankfurt