Hauptmenü öffnen
Die Artikel Induktiver Sensor und Induktiver Näherungsschalter überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Ulfbastel (Diskussion) 00:07, 28. Nov. 2016 (CET)

Grundprinzip induktiver Sensoren ist die Änderung der Induktivität oder deren Güte durch eine Lageänderung relativ zu einem leitfähigen und/oder ferromagnetischen Teil.

Die Induktivität einer Spule hängt vom Quadrat der Windungszahl und dem magnetischen Widerstand des Kreises ab.

  • L – Induktivität
  • Rm – Widerstand des magnetischen Kreises
  • N – Windungszahl

Der magnetische Widerstand einer vom Eisen umschlossenen Spule ist abhängig von der Feldlinienlänge (l), der durchsetzten Fläche (A) und der magnetischen Feldkonstanten sowie der Permeabilitätszahl:

  • µ0 – Feldkonstante 1,257 · 10−6 Vs/Am
  • µr – Permeabilitätszahl

Inhaltsverzeichnis

FunktionsweiseBearbeiten

Induktive Sensoren arbeiten grundsätzlich mit einer Induktivität (offene Spule), es wird ein Magnetfeld erzeugt und das Objekt verändert das Feld. Durch dieses Messprinzip lassen sich berührungslos und verschleißfrei Winkel, Wege bzw. Abstände und Geschwindigkeiten messen.

 
Funktionsweise. 1 Spule, 2 Oszillator, 3 Demodulator, 4 Schmitt-Trigger, 5 Ausgangsstufe

Die Spule sendet meist als Bestandteil eines Schwingkreises / Oszillators ein magnetisches Feld aus, welches in einem vorbeigeführten, elektrisch leitenden Material Wirbelströme hervorruft. Die Amplitude und die Frequenz des Schwingkreises verändern sich. Über einen Schmitt-Trigger wird bei einer bestimmten Veränderung der Ausgang geschaltet oder die Amplitude wird in eine Entfernung umgerechnet.

Die Messgenauigkeit des Sensors kann erhöht werden, wenn mehrere Spulen eingesetzt werden.

Ein anderes (berührendes) Verfahren nutzt einen Tauchanker, also einen beweglichen Eisenkern, der in eine Spule eintaucht. Mit der Eintauchtiefe ändert sich die Induktivität bzw. der magnetische Widerstand derselben. Die Spule kann als Spannungsteiler mit einer zweiten gleichartigen dahinterliegenden Spule geschaltet werden. Mit solchen Tastsensoren können mikrometergenau Objekte vermessen oder geprüft werden.

Ist das Objekt ferromagnetisch und die Spule ist gleichstromdurchflossen, ruft eine Bewegung des Objektes eine Spannungsänderung an ihr hervor. Auf diese Weise können mittels Eisenzahnungen Drehzahlen (siehe Drehgeber) oder Geschwindigkeiten bestimmt oder der Verkehr gezählt werden.

Wenn im Objekt magnetisierte Streifenmuster vorliegen[1], kann bei Bewegung in der Spule ohne Gleichstrom eine Spannung induziert werden.

LiteraturBearbeiten

  • Karl-Heinz Dietsche, Thomas Jäger, Robert Bosch GmbH: Kraftfahrtechnisches Taschenbuch. 25. Auflage, Friedr. Vieweg & Sohn Verlag, Wiesbaden 2003, ISBN 3-528-23876-3.
  • Günter Springer: Fachkunde Elektrotechnik. 18. Auflage, Verlag Europa-Lehrmittel, Wuppertal 1989, ISBN 3-8085-3018-9.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. POSIMAG® Magnetband-Sensoren - ASM. Abgerufen am 28. November 2017.