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IGP Pulvertechnik AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft[1]
Gründung 1968
Sitz Kirchberg, Schweiz
Leitung Marc Züllig
(Geschäftsführer)
Curt Christian Dold
(VR-Präsident)
Branche Chemische Industrie
Website www.igp-powder.com

Die IGP Pulvertechnik AG mit rechtlichem Sitz in Kirchberg und operativem Hauptsitz in Wil (SG) in der Schweiz entwickelt Pulverlacksysteme für Architektur- und Industrieanwendungen. Der mit einem Marktanteil von 60 % grösste Schweizer Pulverlackhersteller wurde 1968 gegründet und gehört heute international zu den zehn grössten Pulverlackherstellern für die Oberflächenveredelung.[2][3]

Die IGP Pulvertechnik AG gehört gemeinsam mit der Dold AG zur Dold Group. Die Firmengruppe ist im Bereich hochwertiger Beschichtungslösungen tätig.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Das 1968 von fünf Schweizer Firmen der Chemiebranche (Dold, Gremolith, Landolt, Mäder, Schoch)[4] gegründete Unternehmen ist ein Pionier im Bereich der Pulverlack-Technologie: Der erste in der Schweiz für die industrielle Pulverlackierung eingesetzte Pulverlack stammt von IGP.[5] Das Unternehmen hat die Herstellverfahren und Weiterentwicklung dieser Technik mitbestimmt und dazu beigetragen, dass pulverbeschichtete Oberflächen in vielen Branchen Einzug gehalten haben.[2]

GründungsjahreBearbeiten

Nach der Unternehmensgründung 1968 wurde 1969 der erste Produktionsstandort in Bazenheid errichtet, damals als Interessengemeinschaft von 5 Schweizer Lackherstellern. 1972 folgte dann die Gründung der IG Pulvertechnik Aktiengesellschaft.[6]

Neubau und ExpansionBearbeiten

Nachdem im Jahr 1988 das neuerrichtete Betriebsgebäude im Industriegebiet Stelz, Kirchberg bei Wil fertiggestellt war, zog die Firma dorthin um. Ein Jahr später wurde Curt Christian Dold zum Delegierten des Verwaltungsrates ernannt. Im Jahr 1995 wurde die IG Pulvertechnik Aktiengesellschaft in IGP IG Pulvertechnik AG umbenannt.[1] 1996 übernahm Curt Dold 100 % des Aktienkapitals. In den Jahren 1998 bis 2000 erfolgten die Gründungen der IGP-Konzerngesellschaften in Frankreich, Österreich, Polen und Deutschland.[6]

Erweiterung und AusbauBearbeiten

Auf Grund von Kapazitätsengpässen wurde 2003 die Fläche der Produktionshallen verdoppelt, die Labor- und Qualitätssicherungsbereiche erweitert und ein Trainings- und Schulungscenter geschaffen. 2006 wurde das Unternehmen zur heutigen IGP Pulvertechnik AG umbenannt.[1] 2007 wurden weitere IGP-Konzerngesellschaften in England und Ungarn gegründet, 2009 in den Niederlanden, 2013 in Schweden und 2014 in den USA.[7][8] In Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule der Künste und dem Gewerbemuseum Winterthur entstand die Ausstellung LED – Licht und Farbe inszenieren, die vom 8. November 2008 bis 3. Mai 2009 stattfand.[9] Ein zusätzlicher Anbau, der Kundenservice-Center, Administrationsbereich und Teile der Forschungs- und Entwicklungsabteilung enthält, wurde am 1. Oktober 2009 in Betrieb genommen.[10]

StandorteBearbeiten

 
Heutiger Hauptsitz der IGP Pulvertechnik in Stelz (Kirchberg SG)

Neben dem Stammhaus in Wil (Schweiz) existieren Konzerngesellschaften in Deutschland, Österreich, Frankreich, Grossbritannien, Ungarn, Polen, Schweden, den Vereinigten Staaten und den Niederlanden. Diese Tochtergesellschaften sowie unabhängige Exklusiv-Vertriebspartner und Agenten beliefern mehr als 40 Länder mit Pulverlacksystemen. Direkte Vertriebspartner existieren in Estland, Finnland, Litauen, Rumänien, Serbien, Bosnien, Slowenien, Tschechien/Slowakei und in Weissrussland.[7]

AusbildungsprogrammBearbeiten

In Zusammenarbeit mit der Dold AG in Wallisellen und dem Verband der Schweizerischen Lack- und Farbenindustrie entstand die schweizerische Lacklaboranten-Ausbildung, die bis zu diesem Zeitpunkt nur in Deutschland üblich war.[2][11] Daneben werden die Ausbildungszweige Kauffrau / Kaufmann, Logistiker/in, Mechapraktiker/in und Gebäudereiniger/in angeboten. In den meisten Fällen werden die Ausgebildeten direkt übernommen.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Kanton St. Gallen: Eintrag der «IGP Pulvertechnik AG» im Handelsregister des Kantons St. Gallen. In: Handelsregister. Abgerufen am 26. März 2013.
  2. a b c Michael Zollinger: IGP Pulvertechnik - Schweizer Pulverlack für die ganze Welt. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Schweizer Handelszeitung Online. 5. Februar 2008, ehemals im Original; abgerufen am 26. März 2013.@1@2Vorlage:Toter Link/www.handelszeitung.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Katharina Graf: Die Farbe kommt aus Wil. In: St. Galler Tagblatt Online. Abgerufen am 26. März 2013.
  4. Musterkarte der IGP aus der Anfangszeit
  5. H. Mendler; Journal für Oberflächentechnik; Meilensteine und Flops - Die Pulvergeschichte aus der Sicht eines Schweizers; Journal für Oberflächentechnik 07/2009; Seite 21ff
  6. a b 40 Jahre IGP Pulvertechnik AG – Vorausdenken hat Zukunft. (PDF; 702 kB) In: www.igp.ch. Abgerufen am 26. März 2013.
  7. a b Webseite der IGP Pulvertechnik AG. Abgerufen am 29. Juni 2016.
  8. Webseite der IGP Pulvertechnik AG. Abgerufen am 29. Juni 2016.
  9. LED - Licht und Farbe inszenieren. In: www.gewerbemuseum.ch. Abgerufen am 26. März 2013.
  10. Neues Kundenservice-Center bei IGP. (PDF; 460 kB) In: www.igp.ch. Abgerufen am 26. März 2013.
  11. M. Lüpold; Erste Schweizer Lack-Azubis starten ihre Lehre; Farbe und Lack 08/2008