Horocholyna

Ort im Rajon Bohorodtschany, Ukraine
Horocholyna
Горохолина
Wappen fehlt
Horocholyna (Ukraine)
Horocholyna (48° 45′ 56″ N, 24° 34′ 57″O)
Horocholyna
Basisdaten
Oblast: Oblast Iwano-Frankiwsk
Rajon: Rajon Bohorodtschany
Höhe: keine Angabe
Fläche: 36 km²
Einwohner: 2.414 (2001)
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 77760
Vorwahl: +380 03471
Geographische Lage: 48° 46′ N, 24° 35′ OKoordinaten: 48° 45′ 56″ N, 24° 34′ 57″ O
KOATUU: 2620481201
Verwaltungsgliederung: 1 Dorf
Adresse: вул. Українська, 313а
с. Горохолина
Website: Webseite des Gemeinderates
Statistische Informationen
Horocholyna (Oblast Iwano-Frankiwsk)
Horocholyna (48° 45′ 56″ N, 24° 34′ 57″O)
Horocholyna
i1

Horocholyna (ukrainisch Горохолина; russisch Gorocholina, polnisch Horocholina) ist ein Dorf im Zentrum der ukrainischen Oblast Iwano-Frankiwsk mit etwa 2400 Einwohnern.

Das erstmals 1404 schriftlich erwähnte Dorf ist der Sitz der gleichnamigen Landratsgemeinde im Rajon Bohorodtschany.

Bei der Ersten Teilung Polens kam der Ort 1772 zum neuen Königreich Galizien und Lodomerien des habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804).

Horocholyna auf der österreichischen Karte von Friedrich von Mieg (1779–1783)

Im Jahr 1803 siedelten sich im Dorf 11 deutsche Familien (49 Personen) aus der Rheinpfalz/Regensburg an.

Im Jahre 1900 hatte die Gemeinde Horocholina 580 Häuser mit 3422 Einwohnern, davon waren 3072 Ruthenischsprachige, 323 Deutschsprachige, 26 Polnischsprachige, 3073 waren griechisch-katholisch, 81 römisch-katholisch, 70 jüdischer Religion, 198 anderen Glaubens.[1]

Nach dem Ende des Polnisch-Ukrainischen Kriegs 1919 kam die Gemeinde zu Polen. Im Jahre 1921 hatte Horocholina 657 Häuser mit 3302 Einwohnern, davon waren 2937 Ruthenen, 199 Deutsche, 108 Polen, 58 Juden (Nationalität), 2957 waren griechisch-katholisch, 198 evangelisch, 89 römisch-katholisch, 58 jüdischer Religion.[2]

1937 zählte die evangelische Filialgemeinde von Stanislau in Horocholina 278 Seelen.[3]

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs gehörten die Gemeinden nach der sowjetischen Besetzung Ostpolens zunächst zur Sowjetunion und nach dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion ab 1941 zum Generalgouvernement. 1945 kam die Ortschaft wieder zur Ukrainischen SSR innerhalb der Sowjetunion und nach deren Zerfall 1991 zur unabhängigen Ukraine.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Miguel Mykycej (1934–2017), ukrainischer griechisch-katholischer Geistlicher und Bischof von Santa María del Patrocinio en Buenos Aires;

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ludwig Patryn (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1900, XII. Galizien. Wien 1907.
  2. Główny Urząd Statystyczny: Skorowidz miejscowości Rzeczypospolitej Polskiej. Województwo stanisławowskie. Warszawa 1928 (polnisch, online [PDF]).
  3. Stefan Grelewski: Wyznania protestanckie i sekty religijne w Polsce współczesnej. Lublin 1937, S. 276–281 (polnisch, online).