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Herzog Juliushütte

Ortsteil von Langelsheim

Herzog Juliushütte ist der Name eines 1575 gegründeten Hüttenwerkes und der unweit entstandenen Siedlung. Beides gehört heute zur Stadt Langelsheim und liegt im Stadtteil Astfeld.

Herzog Juliushütte
Koordinaten: 51° 55′ 1″ N, 10° 22′ 54″ O
Höhe: ca. 260 m
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Eingemeindet nach: Astfeld
Postleitzahl: 38685
Vorwahl: 05326
Blick auf Herzog Juliushütte von der Staumauer der Granetalsperre; im Hintergrund Goslar-Baßgeige und Hahndorf am Salzgitter-Höhenzug
Blick auf Herzog Juliushütte von der Staumauer der Granetalsperre; im Hintergrund Goslar-Baßgeige und Hahndorf am Salzgitter-Höhenzug

Am Austritt der Grane aus dem gleichnamigen Tal des Harzes ließ der Braunschweiger Herzog Julius im 16. Jahrhundert ein Hüttenwerk nebst Siedlung anlegen. Zusammen mit der Frau-Sophien-Hütte und der okeraner Frau-Marien-Hütte konzentrierte sich im 16. Jahrhundert in diesen drei Hütten die Metallgewinnung aus Rammelsberger Erzen. Die Hütte bestand bis 1967 und verarbeitete Blei-, Zink- und seltenmetallhaltige Erze u. a. aus dem Rammelsberg bei Goslar. Die meisten alten Gebäude der Hütte wurden 1970 abgerissen. Heute werden am Standort nur noch seltene Metalle wie Arsen, Germanium und Indium produziert.

Am Wasserwerk Granetalsperre bei Herzog Juliushütte

Oberhalb der Siedlung liegt die Granetalsperre. Sie wurde 1966 bis 1969 errichtet, wird von den Harzwasserwerken GmbH betrieben und dient ausschließlich der Trinkwasserversorgung. Früher befand sich außerdem in der Siedlung ein Bahnhof an der Bahnstrecke Neuekrug-Hahausen–Goslar.

Das Hüttenwerk und die Siedlung Herzog Juliushütte bildeten eine Gemeinde im Landkreis Gandersheim, die am 1. Januar 1970 in die Gemeinde Astfeld eingegliedert wurde.[1]

Quellen und LiteraturBearbeiten

  • Griep, Der Landkreis Goslar, Elm-Verlag, 1988, Cremlingen
  • Torsten Schröpfer, Fundgrube – Wissenswertes über den Westharzer Bergbau und das Hüttenwesen, Oberharzer Geschichts- und Museumsverein e.V. (Hrsg.), Clausthal-Zellerfeld, 2000, ISBN 3-923605-08-0
  • R. Roseneck (Hrsg.), Der Rammelsberg, Verlag Goslarsche Zeitung, Goslar, 2001, ISBN 3-9804749-4-1

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Webseite der Stadt Langelsheim