Hauptmenü öffnen

Hahausen

Gemeinde im Landkreis Goslar in Niedersachsen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hahausen
Hahausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hahausen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 57′ N, 10° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Goslar
Samtgemeinde: Lutter am Barenberge
Höhe: 210 m ü. NHN
Fläche: 9,69 km2
Einwohner: 771 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38729
Vorwahl: 05383
Kfz-Kennzeichen: GS, BRL, CLZ
Gemeindeschlüssel: 03 1 53 006
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bachstraße 18
38729 Lutter
Website: www.hahausen.de
Bürgermeister: Eckhard Ohlendorf (WGH)
Lage der Gemeinde Hahausen im Landkreis Goslar
Clausthal-ZellerfeldBraunlageClausthal-ZellerfeldClausthal-ZellerfeldLutter am BarenbergeWallmodenLutter am BarenbergeHahausenSeesenLiebenburgLangelsheimGoslarGoslarBraunlageBraunlageBad HarzburgLangelsheimClausthal-ZellerfeldLandkreis GoslarNiedersachsenLandkreis WolfenbüttelSalzgitterLandkreis WolfenbüttelLandkreis HildesheimLandkreis NortheimLandkreis GöttingenThüringenSachsen-Anhaltgemeindefreies Gebiet HarzKarte
Über dieses Bild

Hahausen ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Lutter am Barenberge im Landkreis Goslar in Niedersachsen.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Die Gemeinde Hahausen liegt am Nordwestrand des Harzes und im Westen des Landkreises Goslar. Die nächstgelegenen Ortschaften sind im Süden Seesen, im Westen Rhüden sowie Lutter am Barenberge im Norden und Langelsheim im Osten.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Gemeinde Hahausen grenzt im Norden an den Flecken Lutter am Barenberge, im Osten an die Stadt Langelsheim, im Südosten an das gemeindefreie Gebiet Harz sowie im Südwesten an die Stadt Seesen (alle Landkreis Goslar) und im Nordwesten an die Stadt Bockenem (Landkreis Hildesheim).

GemeindegliederungBearbeiten

Zu Hahausen gehört der Ortsteil Neuekrug.

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde wurde 1021 erstmals urkundlich erwähnt in einer Urkunde von Heinrich II. 1209 ist erstmals eine Kirche in dem Ort beurkundet. Infolge der Hildesheimer Stiftsfehde wechselte der Besitz 1523 vom Kloster Ringelheim an das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel. Der Ort war Grenzort zum Fürstentum Göttingen.

Am 27. August 1626 wurde zwischen Hahausen und Lutter die Schlacht bei Lutter am Barenberge zwischen dem Heer der Katholischen Liga unter Tilly und dem Heer des Niedersächsischen Kreises unter dem dänischen König Christian geschlagen. Die Truppen Tillys hatten dabei ihre Stellungen in Hahausen, welches einen Tag vorher von den Truppen Christians weitgehend zerstört wurde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die damalige Kirche beschädigt, später repariert und 1794 abgerissen und durch eine neue ersetzt.

OrtsnameBearbeiten

Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 1021 Hahusen, 1131 Hagehusen, 1154 Hagehusen, 1154 Hagehusen und um 1157 Hagehusen.

Der Name ist zusammengesetzt aus „Hag(en)“, gehört zu „hagan, hagen“, eine Weiterbildung zu „-hag, -hac, hag“ („Umzäunung, umzäuntes Grundstück, Weideplatz, Hecke“) und „-hūsen“ („bei den Häusern, Siedlung, Dorf“).[2]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 
Einwohnerentwicklung von Hahausen von 1821 bis 2017
Jahr Einwohner
1821 425
1848 639
1871 784
1885 890
1905 869
1925 852
1933 849
Jahr Einwohner
1939 821
1946 1545
1950 1584
1956 1265
1961 1102
1968 1066
1970 1050
Jahr Einwohner
1975 957
1980 950
1985 982
1990 928
1995 983
2000 973
2005 930
Jahr Einwohner
2010 862
2015 792
2016 768
2017 754

(ab 1968 Stand jeweils zum 31. Dezember)[3]

PolitikBearbeiten

Gemeindewahl 2016[4][5]
Beteiligung: 64,47 % (−6,35 %p)
 %
50
40
30
20
10
0
41,39 %
39,15 %
19,45 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+9,84 %p
-9,07 %p
-0,76 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Wählergemeinschaft Hahausen
Sitzverteilung im Gemeinderat
   
Insgesamt 9 Sitze
  • SPD: 3
  • WGH: 4
  • CDU: 2

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 11. September 2016 folgendermaßen zusammen (Veränderungen zu 2011):

  • Wählergemeinschaft Hahausen (WGH): 4 Sitze (+1)
  • SPD: 3 Sitze (−1)
  • CDU: 2 Sitze (±0)

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Eckhard Ohlendorf (WGH).[6]

WappenBearbeiten

Das Wappen ist viergeteilt. Die nichtheraldisch linke obere Ecke zeigt ein goldenes sechsspeichiges Rad auf blauem Grund, das für den ehemaligen Handelsbetrieb in Neuekrug und die exponierte Lage im Wegenetz (Anbindung nach Seesen, Goslar, Braunschweig) steht. Darunter ist ein blaues Eichenblatt abgebildet, stellvertretend für den Wald im Süden Hahausens. In der nichtheraldisch rechten oberen Ecke findet sich eine blaue Gerstenähre auf goldenem Grund. Diese symbolisiert die wichtigen Aspekte der Landwirtschaft für Hahausen. Der goldene Bierkrug auf blauem Grund darunter steht für den Ortsteil Neuekrug, früher ein Rast- und Ausspannhof.[7]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Hahausen liegt an den Bundesstraßen 82 und 248. Westlich verläuft in etwa fünf Kilometer Entfernung die A 7 (Anschlussstelle Rhüden, Nr. 66).

In Hahausen zweigt die Bahnstrecke Neuekrug-Hahausen–Goslar von der Bahnstrecke Braunschweig–Kreiensen ab; der Bahnhof wird jedoch nicht mehr bedient.

BildungBearbeiten

Früher gab es in Hahausen eine Schule, welche nun als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird. Die Grundschüler gehen heutzutage größtenteils in die Kurt-Klay-Grundschule nach Lutter und die höheren Jahrgange (Hauptschule, Realschule und Gymnasium) besuchen das Schulzentrum in Seesen.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Hahausen ist ein durch landwirtschaftliche Höfe geprägtes Dorf und verfügt über ein reges Vereinsleben. Das Dorf besitzt mit seiner Lage am Nordwestrand des Harz ein umfangreiches Wander- und Naherholungsgebiet.

KircheBearbeiten

 
evangelische St.-Romanus-Kirche

Mit der St.-Romanus-Kirche besitzt Hahausen eine evangelisch-lutherische Kirche, die zur Propstei Gandersheim-Seesen gehört. Seit 1951 ist auch Nauen ein Teil der Pfarrgemeinde Hahausen.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hahausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. hahausen-harz.de: Chronik von Hahausen - Lage, örtliche Verhältnisse, Name des Dorfes, Umgebung
  3. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen. Abgerufen am 19. Mai 2013.
  4. Webseite der Kommunalen Datenverarbeitung Oldenburg, abgerufen am 1. Oktober 2016
  5. Webseite der Kommunalen Datenverarbeitung Oldenburg, abgerufen am 1. Oktober 2016
  6. Samtgemeinde Lutter: Bürgermeister und Stellvertreter der Gemeinde Hahausen
  7. A.Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch, Braunschweiger Zeitungsverlag, 2003, S. 85