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Hermann von Busse

deutscher Jurist, Landrat und Politiker, MdR

Hermann von Busse (* 12. Januar 1818 in Weidenbach bei Oels; † 7. März 1894 in Lottin) war deutscher Jurist und Mitglied des Deutschen Reichstags.

Inhaltsverzeichnis

HerkunftBearbeiten

Seine Eltern waren Karl Konrad Leopold von Busse (* 12. November 1771; † 25. Dezember 1836) und dessen Ehefrau Amalie von Zitzewitz (* 10. Oktober 1786; † 2. März 1860). Seine Mutter war die Tochter des Geheimen Kriegs- und Domänenrats Otto Wedig von Zitzewitz (1749–1829)[1]. Sein Vater war preußischer Hauptmann sowie Herr auf Weidenbach.

LebenBearbeiten

Busse besuchte das Gymnasium in Oels, die Ritterakademie in Liegnitz und die Universität zu Berlin, wo er Rechtswissenschaften studierte. Von 1840 bis 1842 war er Auskultator bei dem Stadt- und Landgericht zu Halle, von da ab bis 1846 Referendar bei der Regierung zu Oppeln. 1848 wurde er als Nachfolger von Theodor von Bonin Landrat des Kreises Neustettin und blieb bis 1874 im Amt.

Mitglied des Preußischen Hauses der Abgeordneten war er in den Jahren 1861 bis 1865 und von 1876 bis zu seinem Tode.[2] 1876 wurde er in einer Nachwahl für den verstorbenen Abgeordneten Heinrich Leonhard von Arnim-Heinrichsdorf erstmals in den Reichstag gewählt, dem er bis 1893 angehörte. Er vertrat dort immer die Konservative Partei und den Wahlkreis Regierungsbezirk Köslin 5 (Neustettin).

Ehe und NachkommenBearbeiten

Er heiratete 1851 Alexandrine Theodore von Bonin (* 1824; † 1864), die Tochter seines Amtsvorgängers Theodor von Bonin. Das Paar hatte mehrere Kinder:

  • Friedrich Wilhelm Karl Theodor (* 16. August 1852; † 1914), preußischer Generalleutnant ⚭ 1885 Freiin Eugenie Mathilde Elisabeth Magarethe von Humbold-Dachröden (* 7. Oktober 1860)
  • Guido (1853–1872), preußischer Leutnant
  • Eva (* 13. August 1856; † 8. März 1933) ⚭ 1875 Ernst von Hertzberg (* 5. Juli 1852; † 16. Dezember 1920), Herr auf Lottin, Mitglied des Herrenhauses
  • Hugo (1861–1862)
  • Kurt (* 30. September 1863; † 1885)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Otto Wedig von Zitzewitz
  2. Bernhard Mann (Bearb.) unter Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh, Thomas Kühne: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 92; zu den Wahlergebnissen siehe Thomas Kühne: Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 6). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5182-3, S. 262–265.

LiteraturBearbeiten

  • Bernhard Mann (Bearb.) unter Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh, Thomas Kühne: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1867–1918 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7.
  • Bernd Haunfelder: Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus 1849–1867 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 5). Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5181-5.
  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser 1907. Erster Jahrgang, S.87f

WeblinksBearbeiten