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Hermann Greive (* 7. April 1935 in Walstedde; † 25. Januar 1984 in Köln) war ein deutscher Judaist.

LebenBearbeiten

Hermann Greive wurde 1967 promoviert und 1971 an der Universität zu Köln habilitiert.

Er trat besonders auf den Gebieten der Philosophiegeschichte des Judentums und im Rahmen der Antisemitismusforschung hervor. Unter anderem war er auch Mitherausgeber der siebenbändigen Herzl-Ausgabe (1983 ff.).

Zuletzt war er als Professor am Martin-Buber-Institut der Universität Köln tätig, wo ihn am 25. Januar 1984 eine wissenschaftliche Archivangestellte, Sabine S. Gehlhaar, erschoss und den Institutsleiter Johann Maier verletzte.[1]

Werke (Auswahl)Bearbeiten

  • Theologie und Ideologie. Katholizismus und Judentum in Deutschland und Österreich. 1918-1935, Heidelberg 1969
  • Studien zum jüdischen Neuplatonismus. Die Religionsphilosophie des Abraham Ibn Ezra, Berlin 1973
  • Die Juden. Grundzüge ihrer Geschichte im mittelalterlichen und neuzeitlichen Europa, Darmstadt 1980 (mehrere Auflagen)
  • Geschichte des modernen Antisemitismus in Deutschland, Darmstadt 1983

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Erika Wantoch: Protokoll einer Krankheit in Die Zeit, Jahrgang 1984, Ausgabe 15 (Online)