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Der Hermann-Sinsheimer-Preis ist ein deutscher Literaturpreis, der seit 1983 in ungeraden Jahren von der pfälzischen Stadt Freinsheim (Rheinland-Pfalz) vergeben wird. Er ist mit 2500 Euro dotiert. In geraden Jahren verleiht die Stadt die Hermann-Sinsheimer-Plakette. Beide Auszeichnungen erinnern an den in Freinsheim geborenen jüdischen Schriftsteller, Theaterkritiker und Journalisten Hermann Sinsheimer (1883–1950). Dieser musste in der Zeit des Nationalsozialismus nach England fliehen; zwei seiner Geschwister wurden Opfer des Holocaust.

Die Geehrten werden nicht unbedingt als Literaten, sondern in erster Linie wegen ihrer Verdienste um die Literatur gewürdigt. Initiator der Auszeichnungen war Gert Weber (1927–2010).[1] Dieser wurde 2006, bei der 4. Vergabe, für sein Lebenswerk selbst mit der Hermann-Sinsheimer-Plakette geehrt.[2] Klaus Bähr (* 1938), mehr als zwei Jahrzehnte Stadtbürgermeister, war Mitinitiator und von Beginn an Juryvorsitzender. 2009 erhielt er das Bundesverdienstkreuz für 60 Jahre politisches und kulturelles Engagement.[3]

PreisträgerBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gert Weber, Rolf Paulus (Hrsg.): Schriftsteller und Theaterkritiker zwischen Heimat und Exil – Sinsheimer, Hermann. Auswahl aus dem Gesamtwerk. Pfälzische Verlagsanstalt, Landau (Pfalz) 1986, ISBN 3-87629-099-6.
  2. Hermann-Sinsheimer-Plakette 2006. In: Amtsblatt der Verbandsgemeinde Freinsheim. Nr. 9, 2. März 2006.
  3. Kurt Beck: Ehrenamtliches Engagement ist unverzichtbar. 23. Oktober 2009, abgerufen am 13. Oktober 2015.
  4. rgb (Autorenkürzel): Sinsheimer-Preis: Herta Müller wird in Freinsheim geehrt. In: Die Rheinpfalz. 22. September 2018, abgerufen am 7. Januar 2019.