Helmut Bätzner

deutscher Architekt

Helmut Bätzner (* 2. Januar 1928 in Nagold; † 21. Januar 2010 in Karlsruhe) war ein deutscher Architekt und Designer, der in Karlsruhe lebte und wirkte.

Leben und WirkenBearbeiten

 
Bätzners Bau für das Badische Staatstheater Karlsruhe

Helmut Bätzner machte zunächst eine Lehre als Tischler. Im Anschluss studierte an der Technischen Hochschule Stuttgart Architektur. Er war Schüler und Büromitarbeiter von Rolf Gutbrod, mit dem er Bauten in Berlin und Köln realisierte.[1] 1962/1963 war Bätzner Stipendiat an der Villa Massimo in Rom.[2] Seit 1964 war er als freier Architekt und Designer tätig; bis 1966 lehrte er als Dozent an der Werkkunstschule Krefeld.

1964–1966 entwarf Helmut Bätzner den Bofinger-Stuhl, einen Plastikstuhl für die Firma Bofinger mit der Modellnummer BA 1171. Der Bofinger-Stuhl gilt als erster serienmäßig produzierter und einteiliger Kunststoffstuhl. Er ist ideal für die Massenproduktion geeignet, da der Produktzyklus im Prepreg-Druckgussverfahren nur fünf Minuten dauert, zudem ist so gut wie keine Nachbearbeitung notwendig. Der Bofinger-Stuhl wurde 1966 auf der Kölner Möbelmesse vorgestellt, er diente als Vorbild für zahllose andere Plastikgartenstühle und wurde bis 1984 produziert.[3]

1970–1975 plante Helmut Bätzner den Neubau des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe.[4] Ebenfalls aus den 1970er Jahren stammt sein Bau des Gemeindezentrums bei der Pfarrkirche St. Stephan. Gemeinsam mit Karl Heinz Götz errichtete er zwischen 1976 und 1980 Bürogebäude für den Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verband und den Badischen Gemeinde-Unfallversicherungs-Verband in Karlsruhe. In Rastatt leitete er Anfang der 1990er-Jahre den Umbau der Fruchthalle zur Kunstgalerie.

WeblinksBearbeiten

Commons: Helmut Bätzner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Joachim Göricke: Bauten in Karlsruhe. Ein Architekturführer. 2. Auflage. G. Braun, Karlsruhe 1980, ISBN 3-7650-9017-4, ohne Seitenangabe: Verzeichnis der Architekten im Anhang.
  2. Stipendiatenliste der Villa Massimo (Memento des Originals vom 2. Juni 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.villamassimo.de, abgerufen am 8. April 2016
  3. Angaben auf der privaten Seite designwissen.net, abgerufen am 24. Februar 2012
  4. Seite des Staatstheaters mit Angaben zur Geschichte, abgerufen am 18. Dezember 2014