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Heinz-Albert Heindrichs

deutscher Schriftsteller, Komponist und Maler

Heinz-Albert Heindrichs (* 15. Oktober 1930 in Brühl) ist ein deutscher Schriftsteller, genauer: Lyriker, Zeichner und Komponist.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Heinz-Albert Heindrichs studierte 1952 bis 1957 Germanistik und Musik- und Kunstwissenschaft an der Universität Bonn sowie Dirigieren und Komposition an der Musikhochschule Köln. Er schrieb „an die 300 Bühnen-, Hörspiel- und auch Filmmusiken“,[1] 1957 bis 1961 als Leiter der Schauspielmusik am Essener, ab 1961 am Wuppertaler Theater „und dann freischaffend bis 1972“.[2] 1970 bis 1996 war er Professor für Musik und Komposition an der Universität Essen. Er verfasst Gedichte „im Widerstand gegen die Vereinahmung im Kulturbetrieb“[3] und befasst sich mit Musiktheorie, der Interpretation neuer Musik und Synästhesie. Außerdem forscht er über das Märchen; zu diesem Thema richtete er zusammen mit seiner Frau Ursula Heindrichs internationale Kongresse der Europäischen Märchengesellschaft aus. Seine Gedichtbände erscheinen seit 2008 im Rimbaud Verlag.

Heinz-Albert Heindrichs lebt seit 1960 in Gelsenkirchen.

Werkausgabe Gesammelte Gedichte (Aachen, 2008ff.)Bearbeiten

  • Bd. I: Traumschutt · In der Kelter. 2010. [Entstanden 1963–1967.] ISBN 978-3-89086-515-7
  • Bd. II: Fort von wo · Verloren die Form. 2010. [Entstanden 1966–1967 und 1972–1974.] ISBN 978-3-89086-502-7
  • Bd. III: Honigklavier · Vor der Stille. 2008. [Entstanden 1972–1980.] ISBN 978-3-89086-547-8
  • Bd. IV: Unter dem Horizont · Weil es dich gibt. 2008. [Entstanden 1972–1980.] ISBN 978-3-89086-536-2
  • Bd. V: Aus der Rosenschlucht · Über die Lichtung. 2009. [Entstanden 1975–1989.] ISBN 978-3-89086-529-4
  • Bd. VI: Du nicht zu halten · Weißt du das Wort. 2009. [Entstanden 1975–1989.] ISBN 978-3-89086-528-7
  • Bd. VII: Die Nonnensense. Laut- und Unsinnsgedichte. 2008. [Entstanden 1995–2002.] ISBN 978-3-89086-535-5
  • Bd. VIII: An mich · Flugpost. 2009. [Entstanden 1991–1995.] ISBN 978-3-89086-527-0
  • Bd. IX: Atem für Atem · Von Jahr zu Jahr. 2009. [Entstanden 1996–2001.] ISBN 978-3-89086-523-2
  • Bd. X: Erinnern Erwarten · Je dunkler es wird. 2009. [Entstanden 2000–2004.] ISBN 978-3-89086-521-8
  • Bd. XI: Verhüllte Sonne · Blühender Staub. 2010. [Entstanden 2005–2009.] ISBN 978-3-89086-503-4
  • Bd. XII: Über uns in uns · Vor niemandes Ort. 2010. [Entstanden 2005–2009.] ISBN 978-3-89086-504-1
  • Bd. XIII: Gezählte Tage · Im freien Fall. 2012. [Entstanden 2009–2011.] ISBN 978-3-89086-456-3
  • Bd. XIV: Frühe Gedichte. 2012. [Entstanden 1938–1952 mit Ausnahme von zwei Gedichten aus den Jahren 1998 und 2001; enthält die Zyklen „Lieder im Frühling“ (1945–1946), „Aber schweigt der Wald“ (1947), „Lieder im Herbst“ (1947–1948), „Geronnen die Form“ (1948), „Rubin“ (1948–1950) und „Gesang der Frühe“ (1951–1952).] ISBN 978-3-89086-455-6
  • Bd. XV: Coda I · Coda II. 2013. [Entstanden Januar bis Oktober 2012.] ISBN 978-3-89086-441-9
  • Bd. XVI: Sterngefieder · Die Ferne so nah. 2014. [Entstanden 2013.] ISBN 978-3-89086-407-5
  • Bd. XVII: Grün vor Blau · Über die Grenze. 2015. [Entstanden 2014/15.] ISBN 978-3-89086-371-9

EinzelveröffentlichungenBearbeiten

LyrikBearbeiten

  • Zikadenmusik. Gedichte und No-tationen. Edition Xylos, Gelsenkirchen 1978.
  • Musikgedichte. Düsseldorf / Altenberg 1986 [Sonderdruck zum vierzigjährigen Bestehen der Werkgemeinschaft Musik].
  • Weil es dich gibt. Liebesgedichte. Edition Xylos, Gelsenkirchen 1988. ISBN 3-921812-27-5.
  • Siebenbuch [1972–1990]. Bitter, Recklinghausen 1991 [enthält die Zyklen „Mein Honigklavier – Musikgedichte“, „Vor der Stille – Zeitgedichte“, „Unter dem Horizont – Augengedichte“, „Weil es dich gibt – Liebesgedichte“, „Aus der Rosenschlucht – Nacht- und Traumgedichte“, „Über die Lichtung – Naturgedichte“ und „Weißt du das Wort – Sprachgedichte“]. ISBN 3-7903-0449-2.
  • Frühbuch [1963–1989]. Bitter, Recklinghausen 1992 [enthält die Zyklen „Traumschutt“, „In der Kelter“, „Verloren die Form“ und „Alpha“; das Spätbuch, das Frühbuch und Siebenbuch zum „Triptychon“ ergänzen sollte, erschien bislang nicht]. ISBN 3-7903-0478-6.

SelbstkommentareBearbeiten

  • Nachwort. In: Heinz-Albert Heindrichs: Frühe Gedichte (= Gesammelte Gedichte. Bd. XIV). Rimbaud, Aachen 2012, ISBN 978-3-89086-455-6, S. 144–148.

HerausgegebenesBearbeiten

  • Märchen, die Brücken bauen. [Zs. mit Ursula Heindrichs und Harlinda Lox.] Königsfurt-Urania, Krummwisch bei Kiel 2010, ISBN 978-3-86826-021-2. [15 Märchen, ausgewählt und kommentiert von: Ute Ahlert, Otto Betz, Monika Boguslawski, Christel Bücksteeg, Heinrich Dickerhoff, Katalin Horn, Ingrid Jacobsen, Jürgen Janning, Linde Knoch, Harlinda Lox, Catharina Lüggert, Sigrid Schmidt, Erika Taube, Mensah Wekenon Tokponto, Irmgard Wiemer.]

KompositionenBearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Heinz-Albert Heindrichs: Nachwort. In: Ders.: Frühe Gedichte (= Gesammelte Gedichte. Bd. XIV). Rimbaud, Aachen 2012, S. 144–148, hier 147f.
  2. a b c Heinz-Albert Heindrichs: Nachwort. In: Ders.: Frühe Gedichte (= Gesammelte Gedichte. Bd. XIV). Rimbaud, Aachen 2012, S. 144–148, hier 147.
  3. Text dem jeweils hinteren Buchdeckel der Gesammelten Gedichte. Vgl. die Selbstaussage: „Es war eine spannende Zeit [die Jahre als Bühnenkomponist] [...]; und trotzdem versuchte ich, im Verlauf der sechziger Jahre, aus dem Karussell des Kulturbetriebs [...] wieder herauszukommen; ich [...] sah meine künstlerischen Ziele fremdbestimmt und verraten, und in dieser Not begann ich 1963 [...] erneut Gedichte zu schreiben“. Heinz-Albert Heindrichs: Nachwort. In: Ders.: Frühe Gedichte (= Gesammelte Gedichte. Bd. XIV). Rimbaud, Aachen 2012, S. 144–148, hier 148.
  4. a b [Biogramm]. In: Heinz-Albert Heindrichs: Frühbuch. Recklinghausen 1992, S. 158–160, hier S. 159.