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Heidekopf (Hallenberg)

Berg im Rheinischen Schiefergebirge

Der Heidekopf[2], auch Heidkopf[1] genannt, bei Hallenberg im nordrhein-westfälischen Hochsauerlandkreis ist ein 703,8 m ü. NHN[1] hoher Berg des Rothaargebirges. Er bildet den Ostausläufer des Massivs der 815,9 m hohen Ziegenhelle an der Nahtlinie zur zum Ostsauerländer Gebirgsrand gezählten Medebacher Bucht.

Heidekopf
Heidekopf von Nordosten, aufgenommen vom Aussichtspunkt Sauerland-Stabil-Stuhl

Heidekopf von Nordosten, aufgenommen vom Aussichtspunkt Sauerland-Stabil-Stuhl

Höhe 703,8 m ü. NHN [1]
Lage bei Hallenberg; Hochsauerlandkreis,
Nordrhein-Westfalen (Deutschland)
Gebirge Rothaargebirge
Dominanz 2,3 km
Koordinaten 51° 6′ 58″ N, 8° 35′ 26″ OKoordinaten: 51° 6′ 58″ N, 8° 35′ 26″ O
Heidekopf (Hallenberg) (Nordrhein-Westfalen)
Heidekopf (Hallenberg)
Besonderheiten Heidekopfturm (AT)

Auf dem bewaldeten Berg steht der Aussichtsturm Heidekopfturm.

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Der Heidekopf ist Teil der Ostabdachung des Rothaargebirges im Ostteil des Naturparks Sauerland-Rothaargebirge. Im Hallenberger Wald liegend erhebt sich sein Gipfel etwa 2,2 km (Luftlinie) westnordwestlich vom Ortskern der Hallenberger Kernstadt, und sein westnordwestlicher Nachbarberg ist der Hundsrücken (698,4 m).

Nördlich und östlich vorbei am Heidekopf fließt der Eder-Zufluss Nuhne und südlich der Nuhne-Zufluss Weife. Unweit nördlich des Berggipfels entspringt der Heidebach als kleiner westlicher Nuhne-Zufluss. Jenseits des Weifetals und etwa 1,5 km südlich des Gipfels verläuft die Grenze zum Landkreis Waldeck-Frankenberg in Nordhessen.

Naturräumliche ZuordnungBearbeiten

Der Heidekopf gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Süderbergland (Nummer 33), in der Haupteinheit Rothaargebirge (mit Hochsauerland) (333) und in der Untereinheit Winterberger Hochland (333.5) zum Naturraum Ziegenhelle (333.51). Südlich schließt sich der Naturraum Wilde Struth (333.50) und nördlich die Untereinheit Hohe Seite (333.7) an. Die Ostflanke fällt in der Haupteinheit Ostsauerländer Gebirgsrand (332) und in der Untereinheit Medebacher Bucht (332.4) in den Naturraum Hallenberger Hügelland (332.41) ab.[3]

Berghöhe und -kuppenBearbeiten

Der Heidekopf ist 703,8 m hoch. Er hat zwei 90 m voneinander entfernte Kuppen, von denen die Ostsüdostkuppe den Berggipfel aufweist; die Westnordwestkuppe ist 700,2 m hoch. Zwischen beiden Kuppen liegt eine 695,4 m hohe Stelle und 45 m ostnordöstlich des Gipfels eine 695,9 m hohe.[1]

SchutzgebieteBearbeiten

Auf der West- und Südflanke sowie etwas nördlich des Heidekopfs liegen Teile des Naturschutzgebiets Hallenberger Wald (CDDA-Nr. 329410; 2001 ausgewiesen; 8,747 km² groß). Der Berg liegt größtenteils im Landschaftsschutzgebiet Hallenberger Waldlandschaft (Landschaftstyp A) (CDDA-Nr. 555555286; 2004; 23,2231 km²), wobei sich in Richtung Hallenberg das LSG Grünland westlich von Hallenberg (Landschaftstyp C) (CDDA-Nr. 344982; 2004; 35 ha) anschließt. Nördlich und westlich des Bergs liegt das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Hallenberger Wald (FFH-Nr. 4817-301; 22,53 km²).[2]

HeidekopfturmBearbeiten

 
Heidekopfturm

Unmittelbar nordöstlich der höchsten Stelle des Heidekopfs steht der 1972 errichtete 13 m hohe Aussichtsturm Heidekopfturm.[4] Von seiner überdachten Aussichtsplattform bietet sich ein Panoramablick über Teile des westlich gelegenen Rothaargebirges und in östliche Richtungen auf Hallenberg und Teile der Medebacher Bucht, hinüber zum Kellerwald, Burgwald und Habichtswälder Bergland.

Verkehr und WandernBearbeiten

Der Heidekopf wird im Nordosten von der Bundesstraße 236 (Züschen–Hallenberg) und in südlichen Richtungen von der Landesstraße 717 (Wunderthausen–Hallenberg) passiert. Weil auf den Berg keine öffentlichen Straßen führen, kann sein Gipfel nur auf Wald- und Wanderwegen aufgesucht werden, beispielsweise auf Wandererparkplätzen beginnend, die an der B 236, auf der Ostflanke und an der L 717 liegen. Die auf seinen Gipfel führenden Wege verlaufen durch bewaldete Landschaft steil bergauf.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Heidekopf – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  2. a b Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  3. Martin Bürgener: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 111 Arolsen. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1963. → Online-Karte (PDF; 4,1 MB)
  4. Heidekopfturm, in Hallenberg, auf ich-geh-wandern.de