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Harb ist ein Stadtteil von Nidda im hessischen Wetteraukreis. Von den 637 Hektar der Gemarkung sind 420 Hektar Wald.

Harb
Stadt Nidda
Koordinaten: 50° 25′ 58″ N, 8° 59′ 25″ O
Höhe: 166 (165–170) m ü. NHN
Fläche: 6,37 km²[1]
Einwohner: 738 (31. Dez. 2016)[2]
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Dezember 1970
Postleitzahl: 63667
Vorwahl: 06043

Inhaltsverzeichnis

Geographische LageBearbeiten

Der Ort liegt in der nördlichen Wetterau im Harbwald, nördlich von Nidda.

VerkehrBearbeiten

Im Dorf treffen sich die Bundesstraße 455 und die Bundesstraße 457.

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde bereits in der Bronzezeit besiedelt. Innerhalb der Gemarkungsgrenzen befand sich östlich des „Södeköppels“ im Mittelalter der Ort Bonlant, der 1187 erstmals urkundlich erwähnt wurde.[3] Später fiel dieser Ort wüst.

Nordöstlich des Ortes befindet sich das Forsthaus Glaubzahl.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Harb 1935/36, als ca. 420 Morgen Wald östlich Borsdorf für den Bau eines Militärflugplatzes gerodet werden. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges war hier das Geschwader Richthofen stationiert. An Heiligabend 1944 gegen 15 Uhr sollten Bomber der US Air Force den Flugplatz angreifen. Aufgrund einer Verwechslung warfen gegen 15 Uhr zwei Staffeln mit 26 Maschinen insgesamt 41,8 Tonnen Bomben auf das Dorf Bellersheim. Dort starben 13 Menschen bei diesem Angriff.[4]

Nach 1945 wurde der Flugplatz aufgelöst. Das Gelände wurde an die Nassauische Siedlungsgesellschaft übergeben, um das Gelände zu besiedeln. Diese Wohnsiedlung Harbwald war ein selbständiger Gemarkungsteil von Borsdorf. Am 1. April 1954 wurde Harb als 103. selbstständige Gemeinde in den Kreis Büdingen aufgenommen.[5]

GebietsreformBearbeiten

Am 1. Dezember 1970 wurde Harb im Zuge der Gebietsreform in Hessen in die Stadt Nidda eingegliedert.[6] Seit 1972 gehört Harb als Stadtteil von Nidda zum Wetteraukreis.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

  • 1961: 178 evangelische, 112 katholische Einwohner
Harb: Einwohnerzahlen von 1939 bis 2016
Jahr  Einwohner
1939
  
7
1950
  
144
1956
  
174
1961
  
300
1967
  
508
1970
  
505
2000
  
717
2006
  
755
2010
  
709
2016
  
738
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]; ab 2000:[2]

PolitikBearbeiten

Ortsvorsteher ist Jörg Hebbe (Stand Mai 2016).[7]

InfrastrukturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Harb, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 23. März 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. a b „Nidda in Zahlen“ im Internetauftritt der Stadt Nidda, abgerufen im März 2018.
  3. Karl Christian Eigenbrodt, Urkunden. in: AHG 2, Darmstadt 1841, S. 117–139, Nr. 32.
  4. Gießener Allgemeine Zeitung vom 27. November 2009.
  5. Wagner, Stadtteile Nidda, S. 323 f.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 351.
  7. http://www.nidda.de/sv_nidda/Rathaus/Kommunalpolitik/Ortsbeir%C3%A4te%20und%20Ortsvorsteher/#h

WeblinksBearbeiten

  Commons: Harb – Sammlung von Bildern