Hans zu Rantzau (1764–1836)

dänischer Generalkriegskommissar

Hans Heinrich August Graf zu Rantzau (* 8. Dezember 1764 im Schloss Breitenburg; † 24. April 1836) war ein dänischer Generalkriegskommissar.[1]

LebenBearbeiten

FamilieBearbeiten

Hans zu Rantzau war der Sohn von Friedrich Graf zu Rantzau (* 6. September 1729 in Ahrensburg; † 16. Januar 1806) und dessen Ehefrau Friederike Luise Amoene (* 28. Juli 1732; † 21. August 1802), Tochter von Karl Friedrich Gottlieb Graf zu Castell-Remlingen (1679–1743), 2. Fideikommisherrin auf Breitenburg.

Seine Geschwister waren:[2]

Er war seit Januar 1789 verheiratet mit Luise (* 6. Dezember 1776 in Bergen; † 27. Mai 1812) Tochter des Staatsministers Jürgen Erich Scheel (1737–1795). Gemeinsam hatten sie einen Sohn und zwei Töchter:

  • Friedrich Erich zu Rantzau (* 26. Juni 1790; † 19. Mai 1797)
  • Luise Dorothea Sophie Friederike zu Rantzau (* 7. September 1792; † unbekannt), Konventualin im Kloster Uetersen;
  • Ernestine Caroline zu Rantzau (* 31. Januar 1794 in Itzehoe; † 26. Juni 1872 in Kaaksburg), verheiratet mit Friedrich von Kobbe (1791–1844), großherzoglich oldenburgischer Hofrat.

Nach seinem Tod wurde die Leiche von Hans zu Rantzau nach Breitenburg überführt und dort in der Schlosskapelle beigesetzt.

WerdegangBearbeiten

Hans zu Rantzau erwarb 1804 einen Landsitz bei Kellinghusen und ließ das Herrenhaus im klassizistischen Stil und einen hölzernen Turm errichten. Nach dem Vornamen seiner Ehefrau Louise benannte er das Anwesen "Luisenberg".[3] 1858 ersetzte die Familie Ross, die inzwischen das Anwesen erworben hatte, den hölzernen Aussichtsturm auf dem Gelände durch den heute noch erhaltenen Turm.[4]

Am 12. Dezember 1815 ernannte ihn der König von Dänemark Friedrich VI. zum Generalkriegskommissar.

TriviaBearbeiten

In der Zeit von 1806–1814 lebte der Theaterdichter und Dramaturg Johann Friedrich Schink auf seinem Gut in Kellinghusen,[5] dem er auch eines seiner Werke, Satans Bastard: eine Reise von dramatischen Scenen aus der Zeitgeschichte 1812–1815,[6] widmete.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Neuer Nekrolog der Deutschen, 15. Jahrgang, 1837, 1. Teil, S. 17. B. F. Voigt., 1839 (google.de [abgerufen am 2. Mai 2018]).
  2. Genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser: 1850, S. 503–504. Perthes, 1850 (google.de [abgerufen am 4. Mai 2018]).
  3. Michael Alfer: Binnenland. Abgerufen am 4. Mai 2018.
  4. Holstein Tourismus: Luisenberger Turm - Unsere Region | Holstein Tourismus. Abgerufen am 4. Mai 2018.
  5. Detlev Lorenz Lübker: Lexikon der Schleswig-Holstein-Lauenburgischen und Eutinischen Schriftsteller von 1796 bis 1828, S. 500. Aue, 1829 (google.de [abgerufen am 4. Mai 2018]).
  6. Satans Bastard: eine Reise von dramatischen Scenen aus der Zeitgeschichte 1812–1815