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Hans Stoltenberg Lerche

norwegischer Keramiker (1867-1920)

Hans Stephan Stoltenberg Lerche (* 11. August 1867 in Düsseldorf; † 17. April 1920 in Rom) war ein art nouveau-Kunsthandwerker und -Bildhauer norwegischer Staatsbürgerschaft. Er signierte mit H. St. Lerche, was irrtümlich oft als Sankt Lerche gedeutet wurde.

LebenBearbeiten

Hans Stoltenberg Lerche war das erste Kind aus der Ehe des Malers Vincent Stoltenberg Lerche und dessen Frau Marie Rittershausen (1842–1926),[1] der Tochter von Carl Heinrich Alfred Rittershausen.[2] Er wuchs in Deutschland auf und hatte die norwegische Staatsbürgerschaft. Dort verbrachte er aber nur selten Zeit, vertrat das Land aber im Rahmen internationaler Gruppenausstellungen und hielt engen Kontakt mit den norwegischen Gemeinden in Paris und Rom, wo er lange Zeit lebte.

Lerche machte in seinem Geburtsland von 1884 bis 1886 eine Ausbildung zum Keramiker und fertigte nebenbei Illustrationen für deutsche Zeitschriften. Ab 1886 war er als Bildhauer und Kunsthandwerker tätig. Dann studierte er von 1886 bis 1890 in Neapel und Paris Bildhauerei und 1891 in Paris Malerei als Schüler von Eugène Carrière.

Er schuf eine Vielzahl von Skulpturen. Zahlreiche Modelle wurden von der Manufaktur Goldscheider, Wien und Paris, in Zinn bzw. Zinkguss und Fayence ausgeführt.[3] Seine Werke werden auch heute noch auf Auktionen gehandelt. Sein Sohn war Jean Gustave Stoltenberg-Lerche.

Ausstellungsteilnahmen (Auswahl)Bearbeiten

Auszeichnungen und EhrungenBearbeiten

  • 1900: Goldmedaille bei der Weltausstellung in Paris
  • 1901: Goldmedaille bei derInternational Exposition of Ceramics and Glass
  • 1902: Ehrendiplom bei der Prima Esposizione Internazionale d’Arte Decorativa Moderna
  • 1915: Silbermedaille für Bildhauerkunst bei der Panama-Pacific International Exposition
  • 1915: Lobende Erwähnung für Medaillen- und Plakettenkunst bei der Panama-Pacific International Exposition

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vincent Lerche, Norsk biografisk leksikon.
  2. Rittershausen (Carl Heinrich Alfred); in: Adolph Carl Peter Callisen: Medicinisches Schriftsteller-Lexicon der jetzt lebenden Aerzte, Wundärzte, Geburtshelfer, Apotheker, und Naturforscher aller gebildeten Völker von Adolph Carl Peter Callisen: Medicinisches Schriftsteller-Lexicon der jetzt lebenden Verfasser Nachtrag. (Band 31), Konigl. Taubstummen-Institut zu Schleswig, 1843. S. 479.
  3. Robert E. Dechant, Filipp Goldscheider: Goldscheider. Firmengeschichte und Werkverzeichnis. Historismus, Jugendstil, Art Déco, 1950er Jahre. Arnoldsche, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-89790-216-9.