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Der erste deutsche Hallenumgangschor: Der Dom zu Verden an der Aller
Hallenchor des Heilig-Kreuz-Münsters in Schwäbisch Gmünd

Als Hallenchor bezeichnet man einen mehrschiffigen, meist dreischiffigen, Chor mit gleicher Höhe der einzelnen Schiffe. Führt das Seitenschiff der Halle als Chorumgang um den Chor herum, spricht man vom Hallenumgangschor. Der Binnenchor, das innere Chorpolygon, erhält sein Licht durch die Seitenschiffe bzw. durch den Chorumgang.

Hallenchöre wurden hauptsächlich in Verbindung mit Hallenkirchen vor allem in der Deutschen Sondergotik erbaut.

GeschichteBearbeiten

Der erste deutsche Hallenumgangschor ist derjenige des Doms zu Verden (bei Bremen), dessen erste Bauphase von 1290 bis 1323 war. In Süddeutschland ist der Pionierbau das Heilig-Kreuz-Münster von Schwäbisch Gmünd (ab zirka 1320 erbaut).

BauweisenBearbeiten

Die genaue Ausgestaltung war unterschiedlich. Man kann grob in vier unterschiedliche Bauweisen unterscheiden:

  • Vielfach werden die Strebepfeiler, die das Gewölbe stützen, in das Innere des Chors einbezogen, sodass ein Kapellenkranz entsteht. Dabei kann entweder mit einem Obergaden angeschlossen werden,
  • oder mit einer Galerie, über der sich gleich tiefe Nischen wie die Kapellen befinden.
  • Die letzte Alternative schließt ohne Chorumgang und Kapellenkranz ab.

LiteraturBearbeiten