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Der Hainer See ging wie die benachbarten Seen Haubitzer See und Kahnsdorfer See aus dem Braunkohle-Tagebau „Witznitz II“ hervor und ist Teil des Leipziger Neuseenlandes.

Hainer See
HainerSeeNW.JPG
Blick von Nordwesten auf den Hainer See
Geographische Lage Landkreis Leipzig
Orte oder Städte am Ufer Borna
Daten
Koordinaten 51° 10′ 12″ N, 12° 28′ 1″ OKoordinaten: 51° 10′ 12″ N, 12° 28′ 1″ O
Hainer See (Sachsen)
Hainer See
Höhe über Meeresspiegel 126 m ü. NN
Fläche 5,45 km²
Volumen 73.000.000 m³
Umfang 15 km
Maximale Tiefe 49 m
Mittlere Tiefe 18 m

Besonderheiten

Tagebaurestloch

Geografische LageBearbeiten

Der Hainer See liegt in der Leipziger Tieflandsbucht nordwestlich von Borna und südlich von Leipzig im Gemeindegebiet Neukieritzsch. Der Hainer See ist der mittlere der drei Restlochseen des ehemaligen Tagebaus Witznitz II. Er gehört zum Naturraum Bergbaurevier Südraum Leipzig.

GeschichteBearbeiten

 
Lagune Kahnsdorf
 
Blick über den Hainer und Kahnsdorfer See auf das Kraftwerk Lippendorf

Der Hainer See entstand wie der Haubitzer und der Kahnsdorfer See als Bergbaufolgelandschaft durch Renaturierung des 1993 stillgelegten Tagebaus Witznitz II. Seinen Namen hat er von dem durch den Tagebau Witznitz II abgebrochenen Ort Hain, dessen ehemalige Flur nun im See liegt. Anfang 2010 erreichte der See seinen Endwasserstand. Im gleichen Jahr wurde der See über einen Kanal an die Pleiße angeschlossen.[1] Der See und die angrenzenden Uferbereiche gehören zum Eigentum der Blauwasser GmbH & Co. KG. Seit 2008 wird der Hainer See touristisch erschlossen. Die zwei Entwicklungsschwerpunkte sind dabei die Lagune Kahnsdorf (Bereich der ehemaligen Tagesanlagen Kahnsdorf) mit der Vermarktung von Baugrundstücken und das Nordufer zwischen Rötha und Espenhain, an dem 2015 ein Campingplatz eröffnet wurde.[2]

Um der Versauerung entgegenzuwirken und für das Seewasser „Erholungsqualität“ zu erreichen, setzte die LMBV bis zum Endpunkt der Flutung dem Flutungswasser gelösten Brandkalk zur Neutralisation zu. Die Neutralisationsanlage wurde anschließend am Zwenkauer See eingesetzt.[3]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Lutz Schiffer u. a. (Hrsg.): Bergbaurestseen in Mitteldeutschland. Seenkompass. Chemnitz/Espenhain 2002.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten