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Hagsfeld

Stadtteil von Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland

Hagsfeld ist ein Stadtteil von Karlsruhe in Baden-Württemberg und grenzt an den Stadtteil Waldstadt an.

Wappen der Stadt Karlsruhe
Wappen des Stadtteils Hagsfeld
Hagsfeld

Stadtteil der Stadt Karlsruhe
Lage von Hagsfeld in Karlsruhe
Basisdaten
Geograph. Lage   49° 2′ N, 8° 27′ OKoordinaten: 49° 2′ N, 8° 27′ O
Höhe   114 m ü. NN
Fläche   7,1762 km²
Einwohner   7.119 (Stand 30. Juni 2014)
Bevölkerungsdichte   992 Einwohner je km²
Eingemeindet   1. April 1938
Postleitzahlen   76139
Vorwahl   0721
Verkehrsanbindung
Autobahn   A5
Bundesstraße   B10
Stadtbahn   S 2
Straßenbahn   4
Buslinien   31 32
Nachtverkehr   NL4

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Laurentiuskirche Hagsfeld

Im Jahre 991 wird Hagsfeld zum ersten Mal als „Habachesfelt“ erwähnt. Einer Überlieferung zufolge rührt der Name daher, dass eine neue Gemeinde auf einem Feld voller Habachen (wahrscheinlich Bäume) errichtet worden sei. Am 2. Dezember 1261 bestätigte Papst Urban IV. die Zugehörigkeit von „Hagesvelt“ mit all seinen Höfen zum Kloster Gottesaue. Markgraf Jakob I. vermachte 1453 Hagsfeld seinem Sohn Georg. Die Laurentiuskirche sowie der Friedhof wurden 1499 ebenfalls als Eigentum des Klosters Gottesaue erwähnt.

Der Dreißigjährige Krieg forderte auch in Hagsfeld viele Opfer, so dass es 1650 noch 45 Einwohner zählte. 1851 umfasste Hagsfeld 110 Häuser, in denen insgesamt 908 Einwohner wohnten.

Die Freiwillige Feuerwehr Hagsfeld wurde 1874 gegründet und 1895 ein erster Bahnhof erbaut. Die erste Gaslinie folgte 1909, die Einwohnerzahl stieg im Jahr 1911 auf 2000 Einwohner an.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 1933 die Freie Turnerschaft und der Arbeitersportverein verboten. Am 1. April 1938 wurde Hagsfeld mit 2962 Einwohnern in die Stadt Karlsruhe eingemeindet. Am 24./25. April 1944 luden fehlgeleitete britische Flugzeuge die für den Karlsruher Bahnhofsbereich bestimmten Bomben unter anderem über Hagsfeld ab; der Ort wurde zum größten Teil zerstört.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Blau ein silbernes Dorfzeichen (Hausmarke), bestehend aus Deichselkopfschaft mit Mittelkreuzsprosse und Sparrenfuß.“

ForschungBearbeiten

Das Technologiezentrum Wasser (TZW) des DVGW befindet sich auf der Gemarkung von Hagsfeld. Forschungsschwerpunkte sind Mikrobiologie und Analytik. Auch regionale Gewässer werden laufend untersucht.

SportBearbeiten

Fußball, TennisBearbeiten

Nur im Allgemeinen Sportverein (ASV) Hagsfeld wird in Hagsfeld Fußball gespielt. Der Verein wurde 1907 gegründet und verfügt über zwei Rasenplätze mit Flutlicht.

Neben Fußball bietet der Verein auch eine Tennisabteilung an, wofür 6 Tennis-Sandplätze genutzt werden können.

HandballBearbeiten

Die Vereinte Turnerschaft Hagsfeld (VTH) war der einzige Verein mit einer Handballabteilung in Hagsfeld. Diese gibt es jedoch seit 2004 nicht mehr.

BildungBearbeiten

 
Das Alte (links) und das Mittlere Schulhaus

Nachdem 1656 zum ersten Mal ein Lehrer erwähnt wurde, folgte 1754 die Erbauung eines ersten Schulhauses.

Die einzige Schule in Hagsfeld ist die Grundschule Hagsfeld mit zurzeit ca. 300 Schülern. Die Karl Stockmeyer Schule, eine Parzival-Schule, befindet sich im Aufbau. Alle anderen Schulformen befinden sich im angrenzenden Stadtteil Waldstadt. Dort gibt es ein Gymnasium (Otto-Hahn-Gymnasium), zwei Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Ernst-Reuter-Schule als Ganztagesschule und die Eichendorff-Schule), eine Waldorfschule, sowie eine Europäische Schule.

KerweBearbeiten

Jedes Jahr findet am zweiten Septemberwochenende in Hagsfeld eine Kerwe auf dem Gelände der Schule und der Feuerwehr statt.

LiteraturBearbeiten

  • Gerhard Friedrich Linder: Eintausend Jahre Hagsfeld. Die Geschichte eines Dorfes. hrsgg. von der Stadt Karlsruhe – Stadtarchiv. Badenia Verlag, Karlsruhe 1991. ISBN 978-3-89735-335-0.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hagsfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien