Höflein an der Donau

Ortschaft und Katastralgemeinde im Bezirk Tulln

BW

Höflein an der Donau (Stadtteil)
Ortschaft
Katastralgemeinde Höflein an der Donau
Höflein an der Donau (Österreich)
Höflein an der Donau (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Tulln (TU), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Klosterneuburg
Pol. Gemeinde Klosterneuburg
Koordinaten 48° 21′ 0″ N, 16° 16′ 44″ OKoordinaten: 48° 21′ 0″ N, 16° 16′ 44″ Of1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 802 (1. Jän. 2023)
Fläche d. KG 3,91 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06704
Katastralgemeinde-Nummer 01702
Zählsprengel/ -bezirk Höflein an der Donau (32144 037)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
802

Höflein an der Donau ist eine Katastralgemeinde von Klosterneuburg in Niederösterreich (Bezirk Tulln) gelegen an der Donau, unmittelbar nördlich von Wien.

Geografie Bearbeiten

 
Höflein an der Donau (Mitte oben) liegt an der Nordgrenze des Wienerwaldes und am nordöstlichen Ende der Alpen (Aufnahmeblatt der 3. Landesaufnahme, um 1872)

Höflein an der Donau grenzt im Westen an Greifenstein (Katastralgemeinde von Sankt Andrä-Wördern), im Osten an Kritzendorf, im Süden an Hadersfeld. Im Norden reicht Höflein über die Donau und grenzt dort an Stockerau und Spillern.

Die Ortschaft hat eine Länge von ca. 2 Kilometern und ist ca. 300 Meter breit, liegt zwischen einem Berghang und dem südlichen Ufer der Donau. Zwischen den Stromkilometern 1945,7 und 1947,9 fließt diese durch Höfleiner Gebiet. Der Strom ist als einzige Wasserstraße Europas gegenwärts (stromauf) kilometriert, d. h. Höflein ist 1946 Kilometer von der Mündung in das Schwarze Meer entfernt.

Geschichte Bearbeiten

Die Gründung des Ortes erfolgte im Jahre 996. In diesem Jahr wird eine Ortschaft „Houlin“ das erste Mal urkundlich erwähnt.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 43 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Stift Klosterneuburg besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Purkersdorf ausgeübt.[1]

Bis zum Jahr 1938 war Höflein eine eigenständige Gemeinde. Mit der Schaffung von „Groß-Wien“ im März 1938, wurde Höflein mit der Stadt Klosterneuburg zum 26. Wiener Bezirk. Nach der Auflösung von „Groß-Wien“ 1954, wurde aus den ehemaligen Gemeinden Klosterneuburg, Kritzendorf, Höflein, Kierling, Maria Gugging, Weidling und Weidlingbach, die heutige Stadtgemeinde Klosterneuburg.

Daten Bearbeiten

  • Fläche: 3,91 km²
  • Einwohner: 824
  • Vorwahl: 02243
  • Postleitzahl: 3421

Ortsvorsteherin ist Helga Fucac. Weitere Politiker aus Höflein, die im Klosterneuburger Gemeinderat tätig waren, sind Vizebürgermeister Richard Raz (ÖVP), GR Martin Zach (Die Grünen) und GR Christoph Raz (ÖVP) und Stadtrat Karl Schmid (SPÖ).

Öffentliche Einrichtungen Bearbeiten

In Höflein befindet sich ein Kindergarten.[2]

Sehenswürdigkeiten Bearbeiten

 
Höfleiner Pfarrkirche mit Bruchstein-Wehrmauer

Persönlichkeiten Bearbeiten

In Höflein wohnte unter anderem der ehemalige Sportler Max Raub, der im Zweierkajak zwei olympische Medaillen gewann. Vor einigen Jahren verstarb Schlagerlegende Rudi Hofstetter, der ebenfalls Höfleiner war. Am 9. September 2011 gewann die Kanutin Corinna Kuhnle ihren zweiten Weltmeistertitel bei der Kanu-WM in Bratislava, sie stammt ebenfalls aus Höflein an der Donau. Auch der Journalist und Sieger der Extremsport-Stafette Red Bull Dolomitenmann aus dem Jahr 2014, Stephan Brodicky, stammt aus Höflein. Außerdem die beiden Künstler, der Kabarettist und Schauspieler Gery Seidl sowie der Schauspieler Alexander Hoffelner.

Literatur Bearbeiten

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Gaaden bis Klosterneuburg. Schmidl, Wien 1831, S. 253 (Höflein an der Donau in der Google-Buchsuche).

Weblinks Bearbeiten

Commons: Höflein an der Donau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 302 (Höfelein in der Google-Buchsuche).
  2. Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 8. November 2020.