Gymnasium Maria Stern Augsburg

Schule in Deutschland

Das Gymnasium Maria Stern Augsburg ist ein musisches und naturwissenschaftlich-technologisches Gymnasium für Mädchen und Jungen in Augsburg, das 1933 gegründet wurde und vom Schulwerk der Diözese Augsburg getragen wird, was sich bis heute in religiös orientierten Leitlinien niederschlägt.[3][4] Die Schule ist eine staatlich anerkannte Privatschule. Im selben Gebäude befindet sich auch die Realschule Maria Stern Augsburg.

Gymnasium Maria Stern
Maria Stern Logo.svg
Logo des Gymnasiums Maria Stern
Schulform Gymnasium
Gründung 1933
Adresse

Gögginger Straße 132

Ort Augsburg
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 20′ 44″ N, 10° 52′ 27″ OKoordinaten: 48° 20′ 44″ N, 10° 52′ 27″ O
Träger Schulwerk der Diözese Augsburg
Schüler 759[1]
Lehrkräfte 52[1]
Leitung Angelika Mäule-Wagner[2]
Website www.gymnasium-mariastern.de

GeschichteBearbeiten

 
Innenhof des Gymnasiums

Das schon seit 1258 in Augsburg ansässige Kloster der Franziskanerinnen von Maria Stern gründete 1933 in der damals noch selbstständigen Vorstadt Göggingen eine klösterliche Lehrerinnenbildungsanstalt.[5] Das Gebäude wurde von Heinrich Sturzenegger und Anton Horle im Stil der Neuen Sachlichkeit erbaut. Dabei handelte es sich um einen viergeschossigen, langgestreckten Bau mit flachem Walmdach sowie Mezzaningeschoss, mit nach Osten hin vorspringender Kapelle. Patronin der Schulkirche ist die hl.Klara. Den sakralen Bau plante Michael Kurz, die Rundfenster und Fresken am Seitenaltar gestalte Robert Rabolt und das Kruzifix stammt von Karl Bauer.[6] Südlich schließt sich ein dreigeschossiges Gebäude mit flachem Walmdach an. Dieser Teil des Schulgebäudes wurde in jüngster Vergangenheit um ein Geschoss aufgestockt.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Schulbetrieb eingestellt und das Gebäude als Reservelazarett beschlagnahmt. Die Schwestern wurden als Schreibkräfte, Krankenpflegerinnen sowie für Arbeiten in der Küche und Hausreinigung dienstverpflichtet.[7] Unmittelbar nach Kriegsende begannen die "Sternschwestern" wieder mit der Ausbildung von Lehrerinnen. Zwischen 1950 und 1953 wurden in Schnellkursen pädagogische Lehrgänge (drei Semester) durchgeführt, um dem seinerzeit vorherrschendem Lehrermangel entgegenzuwirken.[8]

Aus der einstigen Lehrerinnenbildungsanstalt entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten ein musisches Gymnasium, dem 1990 die naturwissenschaftlich-technologische (früher: mathematisch-naturwissenschaftliche) Ausbildungsrichtung angefügt wurde. Im Jahr 2001 wurde die Trägerschaft der Schule vom Kloster an das Schulwerk der Diözese Augsburg abgegeben.[9]

LiteraturBearbeiten

  • Gögginger Geschichtskreis e. V.: Die Reihe Archivbilder Göggingen, Bad Langensalza 2010.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus: Schulsuche – Gymnasium Maria Stern Augsburg des Schulwerks der Diözese Augsburg – Abgerufen am 9. Juli 2011.
  2. Gymnasium Maria Stern Augsburg: Schulleitung (Memento des Originals vom 5. Oktober 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mariastern.net – Abgerufen am 9.. August 2014.
  3. Gymnasium Maria Stern Augsburg: Kirchlicher Träger – Abgerufen am 9. Juli 2011.
  4. Gymnasium Maria Stern Augsburg: 75 Jahre Maria Stern (Memento des Originals vom 8. November 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mariastern.net – Abgerufen am 9. Juli 2011.
  5. Gymnasium Maria Stern Augsburg: Geschichte – Abgerufen am 9. Juli 2011.
  6. vgl. Gögginger Geschichtskreis e. V. 2010, S. 53.
  7. vgl. Gögginger Geschichtskreis e. V. 2010, S. 55.
  8. vgl. Gögginger Geschichtskreis e. V. 2010, S. 55.
  9. Augsburger Stadtlexikon – Die Stadtgeschichte von Augsburg: Gymnasium Maria Stern (Memento des Originals vom 20. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadtlexikon-augsburg.de – Abgerufen am 9. Juli 2011.