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Als gute fachliche Praxis (GfP) wird im deutschen Recht die Einhaltung gewisser Grundsätze des Tier- und Umweltschutzes in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft bezeichnet.

Gute fachliche Praxis kann als ein Handlungsrahmen angesehen werden. Sie stellt eine Basisstrategie dar und beinhaltet die Maßnahmen, die

  • in der Wissenschaft als gesichert gelten
  • aufgrund praktischer Erfahrungen als geeignet, angemessen und notwendig anerkannt sind
  • von der amtlichen Beratung empfohlen werden und
  • den sachkundigen Anwendern bekannt sind

LandwirtschaftBearbeiten

Zur guten fachlichen Praxis der Landwirtschaft gehören

Laut den §2a des deutschen Pflanzenschutzgesetzes darf Pflanzenschutz nur nach guter fachlicher Praxis durchgeführt werden. Die gute fachliche Praxis dient einerseits „der Gesunderhaltung und Qualitätssicherung von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen“, andererseits „der Abwehr von Gefahren, die durch die Anwendung, das Lagern und den sonstigen Umgang mit Pflanzenschutzmitteln oder durch andere Maßnahmen des Pflanzenschutzes, insbesondere für die Gesundheit von Mensch und Tier und für den Naturhaushalt, entstehen können“.

Die gute fachliche Praxis stellt eine Basisstrategie im Pflanzenschutz dar.

Bis heute hat die gute fachliche Praxis in der Landwirtschaft zu einem Verlust und zur Gefährdung der Biodiversität und der Bodenfruchtbarkeit geführt.[1][2][3][4][5][6][7]

ForstwirtschaftBearbeiten

In der Forstwirtschaft sind naturnahe Wälder anzustreben und Kahlschläge zu vermeiden.

FischereiBearbeiten

Die Fischerei hat natürliche Gewässer und Uferzonen als Lebensräume heimischer Tiere und Pflanzen zu schützen und den Besatz mit nicht heimischen Tierarten zu unterlassen und die Waidgerechtigkeit zu beachten.

Folgende Vorschriften enthalten Grundsätze der guten fachlichen Praxis:

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gesine Hellberg-Rode: Bodenerosion. Projekt Hypersoil – Universität Muenster. Abgerufen am 3. Dezember 2015.
  2. Botanischer Garten Rostock. Universität Rostock. Abgerufen am 3. Dezember 2015.
  3. Stand: 1. Februar 2015 1 Humus und Bodenfruchtbarkeit. Landwirtschaftkammer Nordrhein-Westfalen. Abgerufen am 3. Dezember 2015.
  4. Böden droht der Verlust an Fruchtbarkeit. Deutscher Landwirtschaftsverlag GmbH. Abgerufen am 3. Dezember 2015.
  5. Der Boden lebt – aber er ist in Gefahr. FiBL Deutschland e.V.. Archiviert vom Original am 8. Dezember 2015. Abgerufen am 3. Dezember 2015.
  6. Karsten Weitzenegger: Herausforderungen bis 2030 in und an Deutschland durch SDG. SID Hamburg. Abgerufen am 3. Dezember 2015.
  7. Gefährdung der Biodiversität. Umweltbundesamt. Abgerufen am 3. Dezember 2015.

WeblinksBearbeiten